Perry Stroika schreibt: Bereits zu ihrer Eröffnung im September war die Harvey Milk High School, eine Schule für lesbisch-schwule und andere Jugendliche in New York, die sich mehrheitlich aus Unterschichtkindern mit Latino- und afroamerikanischem Hintergrund rekrutiert, Gegenstand von Angriffen: Konservative Politiker zogen gegen diese "Steuerverschwendung" vor Gericht, Liberale warnten davor, das "Problem" homophober Gewalt durch Segregation lösen zu wollen, und der Geistliche Fred Phelps demonstrierte am ersten Schultag mit seiner baptistischen Sekte vor dem Schulgebäude (sein Slogan: "Schwule sterben. Gott lacht"). Nun wurde ein Mitglied der Schule, die 17-jährige Schülerin Erica Simon, vor einem Schnellrestaurant Opfer eines Übergriffs.
Die Tatsituation ergab sich, nachdem ein 23-jähriger Mann die SchülerInnen über mehrere Tage hinweg mit homophoben Beleidigungen und Morddrohungen verfolgt hatte. Am Mittwoch schleuderten die Jugendlichen daher eine Flasche auf sein Auto. Er stieg aus, verfolgte sie mit einem Schraubenzieher, bekam Erica Simon zu fassen und knallte ihren Kopf zweimal gegen ein Schaufenster. Mehr als ein Dutzend MitschülerInnen kamen ihr zu Hilfe, und im entstehenden Tumult gelang es so eine Darstellung des Tathergangs Penn Lorenzo (16), den Schraubenzieher in die Hände zu bekommen und ihn dem Mann in den Rücken zu stoßen. Die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden die Staatsanwaltschaft ermittelt nach allen Seiten.
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