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Donnerstag, 22. Februar 2018


Töchter der Revolutionsstrasse(22.2.2018)

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“Ankara/Berlin Trotz der Freilassung von Deniz Yücel wird es Zeit brauchen, bis im deutsch-türkischen Verhältnis wieder mehr Normalität einkehrt

Wenn der türkische Ministerpräsident Yıldırım erklärt: „Lasst uns die Vergangenheit vergessen“, lässt sich dieser Aufforderung entnehmen, nicht über Gebühr außenpolitisch isoliert zu werden und auf Schadenbegrenzung bedacht zu sein. Diesem Ansinnen kann die verfügte Freilassung von Deniz Yücel dienlich sein, auch wenn sich Präsident Erdoğan damit der Frage aussetzt: Warum lässt die Türkei einen derart gefährlichen Feind entkommen, der eben noch als „Spion“ und „Terrorist“ geschmäht war? […]

Weiterlesen: Die Abgrenzung eingrenzen (Der Freitag 08/2018, S. 2)

Heutige Parolen auf den Wänden (22.2.2018)

Tod dem Diktator (gemeint ist der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i)


Tod dem Khamenei


Tod dem Khamenei

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Dienstag, 20. Februar 2018


Derwische vor dem Haus von Nur-Ali Tabandeh

Wer sind Derwische?
Derwische gehören zum Sufismus. 300 bis 400 Jahre nach Begründung des Islams entwickelte sich der Sufismus in verschieden islamischen Ländern, auch im Iran. Es gab verschiedene Glaubensrichtungen unter den Derwischen, darunter solche, die Ali als wichtigen Imam ansahen oder ihn gar als Sohn Gottes sahen und solche, die wie die Schiiten an die 12 Imame glauben..

Wer sind die Derwische des Gonabadi-Ordens?
Derwische des Gonabadi-Ordens sind 12-Imam-Schiiten. Sie beten und fasten genau wie Schiiten. Da heutige islamische Modell im Iran basiert auf der Herrschaft der Rechtsgelehrten (Welayati Faghih). Die Gonabadi-Derwische glauben jedoch an Ghotb (religiöses Oberhaupt). Anders als die Schiiten, die denken, dass das ganze islamische Recht auf der Scharia basiert und ein politischer Islam sein muss, denken die Gonabadi-Derwische, dass das nur auf Liebe basiert.

Wer ist religiöses Oberhaupt (Ghotb) der Derwische des Gonabadi-Ordens?
Nur-Ali Tabandeh ist des derzeitige religiöse Oberhaupt der Gonabadi-Derwische. In der Schah-Zeit war er als Anhänger von Mossadegh aktiv. Nach der Revolution hat er viele verschiedene Berufe ausgeübt und war unter anderem Stellvertreter des Ministers der Judikative. Aufgrund seiner politischen Aktivität war er auch im Gefängnis. In den letzten 21 Jahren war er nur noch selten politisch aktiv. U.a. hatte er Mehdi Karrubi, der sich zur Zeit im Hausarrest befindet, bei den Präsidentschaftswahlen unterstützt. Das gleiche gilt für die Massenproteste gegen die Präsidentschaftswahlen 2009.

Warum war die Regierung von Anfang an gegen Derwische?
Das iranische islamische Modell der Herrschaft der Rechtsgelehrten war von Anfang an gegen jedes andere religiöde Modell und gegen andere Parteien. Deswegen hat es seit 40 Jahren die Parole „Hesb farat Hesbollah“ (Partei nur für die Partei Gottes). Die Gonabadi-Derwische haben Anhänger in jeder Stadt und manchmal auch in Dörfern, wo sie sich gegenseitig unterstützen. Sie besuchen nicht die Moschee sondern gehen stattdessen in ihre Khaneghah. Hin und wieder halten sie geheime Sitzungen mit besonderen Traditionen ab: Sie beten, tanzen und küssen die Füße ihres religiösen Oberhauptes. Das Modell der Rechtsgelehrten ist gegen diese Traditionen und bezeichnet das als Glaube an Götzen. Deswegen wurde dieser Glaube verboten. Derwische sagen dagegen, dass es nicht um Götzen geht, sondern um Liebe und Verliebte.

Was passierte in den letzten zwei Tagen zw. den Derwischen und der Regierung?
Nur-Ali Tabandeh, das religiöse Oberhaupt der Gonabadi-Derwische lebt in Teheran und hat immer wieder geheime Sitzungen mit den verbotenen Traditionen abgehalten. Kam es zu Festnahmen von hohen Geistlichen durch die iranische Regierung, reagierte der ganze Orden sofort und versammelte sich furchtlos zu Demonstrationen in Teheran. In den letzten Tagen wurde wieder mal ein bekannter Vertreter der Derwische festgenommen. Er heisst Nematollaha Rihai. Er ist über 70 Jahre alt und hat Herzprobleme. Mehr als tausend Anhänger der Derwische kamen daraufhin nach Teheran und gingen in der Nähe des Hauses von Nur-Ali Tabandeh auf die Straße. Sie forderten die Freilassung von Nematollaha Rihai. Seit gestern kam es zu Konfrontationen zw. Pasdaran, Polizei und Bassidschi auf der einen Seite sowie den Derwischen auf der anderen Seite. Von den Sicherheitskräften wurden fünf Personen getötet und mindestens ein Derwisch kam ums Leben. Zudem gab es viele Verletzte. 300 Derwische wurden festgenommen.

Welche Methoden haben Derwische um ihr Recht zu bekommen?
Derwische sind gegen die Einsatz von Waffen und sagen von sich, dass sie nur friedliche Methoden verwenden. Wenn ein Derwisch z.B. festgenommen wird, kommen viele Glaubensbrüder zum Gefängnis und machen einen Sitzstreik. Sie fordern dann die Freilassung ihres Freundes oder die Festnahme von ihnen allen. Wenn einer von ihnen festgenommen wurde, ist es für sie so, als würden alle festgenommen.

Ist die Kampfmethode der Derwische des Gonabadi-Ordens ein Vorbild für die ganze iranische Bevölkerung?
Diese Verhaltensweise untereinander entspricht einer starken gegenseitigen Unterstützung und Solidarität und kann deswegen ein Vorbild für die Iraner sein.

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DAS AUSTRITTS-THEATER

Über eineinhalb Jahre ist es jetzt her, daß bei einer Abstimmung in Großbritannien die Mehrheit der Wähler entschieden hat, der EU den Rücken kehren zu wollen.

Das löste bei den Politikern und Medien der EU einen Schock aus. Wie ist es möglich, daß jemand diese tolle Staatengemeinschaft verlassen will? Die ganze Propagandamaschinerie für dieses imperialistische Staatenbündnis hatte auf einmal Sand im Getriebe. Die Austritts-Option gab es nämlich in den EU-Verträgen – ähnlich wie in der jugoslawischen Verfassung – nur aus dem Grund, daß damit die Freiwilligkeit des Dabeiseins noch einmal unterstrichen sein sollte, aber nicht deshalb, damit sie auch wahrgemacht würde.

Ein Austritt war nicht vorgesehen, das ganze Prozedere dazu fehlte, ein Präzedenzfall war geschaffen worden.

1. Die Gründe für die Abstimmung

So eine Abstimmung muß erst einmal angesetzt werden, sie geht also auf jeden Fall zunächst von der politischen Herrschaft aus und nicht vom einfachen Wahlvolk.

Die politische Klasse bzw. die Eliten Großbritanniens sind gespalten in der Frage, ob sie mit oder ohne EU besser gefahren wären oder fahren würden. Die Träume vom Empire wurden nie aufgegeben, und sich als Gleicher unter Gleichen mit den anderen großen Mächten der EU zu begegnen, war schon manchen zuwenig. Noch weniger gefiel Politikern der Abstieg in die zweite Reihe, der trotz der City und des Militärapparates aufgrund des fortgeschrittenen und noch weiter fortschreitenden Verlustes der produktiven Basis droht. Manche rechneten sich anscheinend in einer Rückkehr zum Commonwealth und einer Neuauflage gesonderter Beziehung zu den ehemaligen Kolonien einen Vorteil aus, mit dem ein Austritt aus der EU wettgemacht werden könnte.
Aber die umgekehrte Befürchtung, daß die bereits weit gediehenen Abhängigkeiten nicht mehr ohne größeren Flurschaden rückgängig gemacht werden könnten und vor allem der Londoner Finanzsektor durch eine Abkoppelung von der Eurozone leiden würde, war genauso vorhanden und wohlbegründet.

Als der Premierminister eine Volksabstimmung ansetzte, war er von der festen Überzeugung beseelt, daß das werte Volk ein Einsehen haben und ein sattes Ja! zu Europa zurückschallen würde, ähnlich wie sich bei dem schottischen Referendum 2014 eine relativ klare Mehrheit von 55% für den Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen hatte. Womit er wiederum bei Verhandlungen punkten könnte, so in der Art: unsere Bürger haben trotz alledem Vertrauen in die EU, und deshalb wollen wir

2. Das unerwünschte Ergebnis

Daß sich die Mehrheit, wenn auch sehr knapp, gegen die EU positionieren würde, hatten weder der Premier selber noch die lauten Marktschreier des Brexit erwartet, die in den Tagen nach der Abstimmung von ihren Posten zurücktraten. Das Ergebnis überraschte und verstörte alle: die Politiker, die Geschäftswelt, die Propagandisten der EU im Medien und Umfrage-Instituten.
Vor allem die in den letzten Jahren populär gewordene Methode, Wahlkampfprognosen quasi als Aufforderung an die Wählerschaft zu formulieren, der sie gefälligst nachzukommen hätte, blamierte sich gründlich.

Die Publikumsbeschimpfung ließ nicht auf sich warten, und alle überboten sich in Deutungen, welchen finsteren Gefühle und heimtückischen Slogans, nicht zu vergessen die immer präsente machiavellische Hand Russlands, dieses Ergebnis hervorgerufen hätten. Von einem Generationskonflikt war die Rede, von gemeinen Rentnern, die den hoffnungsfrohen Jugendlichen ihre Zukunft verbauen, usw..
Niemand wollte zur Kenntnis nehmen, daß es genug Gründe geben kann, diese EU satt zu haben, mit der schrankenlosen Konkurrenz, der die arbeitende Menscheit dort ausgesetzt ist, und ausufernden Immobilienpreisen, die steigende Verarmung und Obdachlosigkeit verursachen.
Nein, wer gegen diese ständig schön- und alternativlos geredete EU etwas hat, muß verrückt oder dämonischen Einflüsterungen erlegen sein.

3. Die Folgen

Es folgten eineinhalb Jahre Verhandlungen, bei denen absolut nichts herausgekommen ist. Treffen werden veranstaltet, Drohungen ausgesprochen, Brexit-Themen heizen die Parteienkonkurrenz Großbritanniens an. Irgendwelche Fristen werden gesetzt – wofür? Die Freihandelsabkommen sollen erst gekündigt werden und dann auch wieder nicht, weil die Firmen auf dem Kontinent das auch nicht wollen, für die GB ein wichtiger Markt ist. Es stellt sich heraus, daß die Rest-EU mindestens genausoviel, wenn nicht mehr durch einen Austritt Großbritanniens verlieren würde.
Dann soll GB einen Haufen Geld zahlen, um austreten zu dürfen. Warum eigentlich? So genau erfährt das die Öffentlichkeit nie. Die Zahlen sind offensichtlich frei erfunden. Die Verhandler sagen einmal: kommt nicht in Frage! das nächste Mal: gegen verschiedene Vergünstigungen würden wir schon was springen lassen, das dritte Mal wieder: nein, wir zahlen keinen Cent!

Die Märkte reagieren inzwischen ziemlich indifferent. Das Pfund ist um 15% gefallen, was Großbritannien Entschuldung und Wettbewerbsvorteile gebracht hat. Eine Flucht des Finanzkapitals aus London wurde nicht registriert. Alle warten ab, was denn passieren möge – sofern etwas passiert.

Schon gibt es Bewegungen in Großbritannien, die eine neue Abstimmung veranstalten wollen, um das Votum von 2016 rückgängig zu machen.
Das wäre natürlich ganz im Sinne und auch der Tradition der EU, bei ungewünschten Abstimmungsergebnissen einfach so lange neu abstimmen zu lassen, bis das Ergebnis paßt.
Diese Tendenzen Anti-Brexit werden von den Medien sehr euphorisch begrüßt, ihr Erfolg wird sich daran bemessen, wie die politischen Eliten entscheiden.

Vielleicht beschäftigt GB die nächsten 10 Jahre sowohl die EU als ihre eigene Bevölkerung mit dem Brexit-Schmäh.
Morgen, morgen, nur nicht heute!

Montag, 19. Februar 2018


Kundgebung von Derwischen des Gonobadi-Ordens

Am Montag Nachmittag fand in Teheran vor der Wache 102 der Pasdaran eine Kundgebung von Derwischen des Gonobadi-Ordens statt, um die Freilassung von Ne°matollah Riyahi, eines ihrer Derwisch-Brüder, zu verlangen. Der 70-jährige Ne°matollah Riyahi stammt aus Schahre-Kurd. Er war nach Teheran gekommen, um gegen die Schikanierung ihres religiösen Oberhaupts Nur-°Ali Tabande durch Bassidschi-Milizen und „Männer in Zivil“ zu protestieren. Die Sicherheitskräfte gingen mit Knüppeln und Tränengas gegen die Protest-Kundgebung vor. Die Atmosphäre spitzte sich zu, bis in der Dunkelheit Schüsse zu hören waren. Die sogenannten Sicherheitskräfte gaben bislang zwar den Einsatz von Schusswaffen zu, wollten aber keine näheren Angaben machen.

Später, zu nächtlicher Stunde, fuhr ein Bus angeblich in die Pasdaran, wobei drei von ihnen ums Leben kamen. Weitere sieben Beamte sollen dabei verletzt worden sein. Da die Nachrichtenagentur Pars, die den Pasdaran nahesteht, von diesem Vorfall berichtet und die Pasdaran gerne Tote auf der eigenen Seite unterschlagen, spricht dies zumindest dafür, dass drei Beamte ums Leben gekommen sind.

Ein Sprecher der Gonabadi-Derwische erklärte allerdings, dass der Bus mit den Derwischen nichts zu tun habe. Er fügte hinzu, dass die Pasdaran-Beamten, mit denen die Demonstrierenden verhandelt hatten, die Freilassung von Ne°matollah Riyahi versprochen hätten, stattdessen aber die Derwische angegriffen hätten.

Kommentar:
Es ist nicht auszuschließen, dass es sich bei dem tödlichen Vorfall mit dem Bus, der möglicherweise auch unbeteiligte Zivilisten traf, um einen Propaganda-Zug der Machthaber handelt, die dabei auch Tote in den eigenen Reihen in Kauf nehmen, um einen Vorwand zu einer breiten Inhaftierungswelle gegen die Derwische zu schaffen.
Wie dem auch sei: Die Atmosphäre der Gewalt im Iran wird immer handgreiflicher, wie im letzten Jahr vor der Revolution 1979.

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148664
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
se tan az darawishe gonabadi be sheddat asib dideand

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148669
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
xabargozariye fars (sepah): dar dargiriye polis ba darawish se polis koshte shodand

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148679
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
be donbale tajammo°e darawishe gonabadi

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148680
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
soxanguye naja: °amelane koshte shodane 3 mamur dastgir shodand / 7 polis zaxmi shodand

https://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=148683
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
kasri nuri az fa°alane hoquqe darawishe gonabadi: agar tasadofi ijad shode, rabti be darawishe gonabadi nadarad

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Die Arbeiter der Stahlfabrik in Ahwas (Goruhe Melliye San°ate Fulade Ahwaz), die sich in einer freien Gewerkschaft organisiert haben, haben gestern gestreikt, um die ausstehenden letzten drei Monatslöhne einzufordern. Hierzu sperrten sie für zwei Stunden die Fabriktore zu. Auch die nahelegende Verbindungsstraße von Ahwas nach Chorramschahr musste wegen der Kundgebung gesperrt werden. Die Arbeiter beklagen nicht nur die fehlenden Lohnzahlungen, auch die Sozialversicherungsbeiträge wurden nicht einbezahlt, so dass die Arbeiter nicht krankenversichert sind. Die Busverbindungen von und zur Fabrik funktionieren auch nicht mehr, weil der Arbeitgeber auch hier seine Beiträge nicht leistet.

http://www.akhbar-rooz.com/article.jsp?essayId=84970
vom 18.02.2018
e°tesabe yekparcheye kargarane goruhe melliye san°ate fulade ahwaz

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Auf der Suche nach den Opfern des Flugzeugabsturzes

Am Sonntag, den 18. Februar 2018, stürzte ein Flugzeug des Typs ATR-72 auf einem Flug von Teheran nach Yassudsch ab. Alle 60 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz – vermutlich im Dena-Kuh-Gebirge – ums Leben. Die Unfallursachen sind nicht bekannt. Das eingesetzte Flugzeug war schon 25 Jahre in Betrieb und eigentlich aus dem Verkehr gezogen worden. Aufgrund der Knappheit von Flugzeugen im Iran wurde es aber wohl doch wieder zum Einsatz zugelassen.
Der Absturz löste einige Proteste in der Bevölkerung aus, nicht zuletzt deshalb, weil ein ausrangiertes Flugzeug wieder zum Einsatz kam.
Ein anderer Aspekt des Absturzes gibt allerdings Nahrung für weitergehende Spekulationen. In den iranischen Medien ist die Rede davon, dass sieben der abgestürzten Insassen bekannte iranische Umweltschützer waren, sieben weitere Todesopfer waren auch auf dem Gebiet des Umweltschutzes aktiv. Angesichts der Tatsache, dass eine Reihe iranischer Umweltschützer wegen „Spionage“ inhaftiert wurden und ein verhafteter Umweltschützer unlängst im Gefängnis „Selbstmord“ begangen haben soll, kommt unter den Iranern der Verdacht auf, dass der Absturz herbeigeführt wurde, um die Umweltschützer zu ermorden. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt des Verdachts macht er deutlich, dass die Bevölkerung den Machthabern alles zutraut.
Die Namen der beim Absturz ums Leben gekommenen Umweltaktivisten sind:

  • Mohammad Fahimi: Spezialist der NGO Chasandegane Pars (Reptilien der Region Pars).
  • Ali Farzane: engagierter Mitarbeiter der staatlichen Behörde für Wälder, Weideflächen und natürliche Wasserreserven (Sazemane jangalha, marate° wa abxizdariye keshwar), die dem Landwirtschaftsministerium untergeordnet ist.
  • Seyyed Reza Fatemi-Talab: Forscher auf dem Gebiet der Landwirtschaft und natürlicher Ressourcen, Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Ahmad Chariman: Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Chalil Ahangaran: Mitglied der Umweltschutzgruppe der Universität Abade (Region Schiras).
  • Mozhegan Nazari: Spezialistin auf dem Gebiet der Planung, Organisation und Lehre in Umweltfragen.
  • Behnam Barzgar: Leiter der Aufsichtsbehörde für Umweltschutz im Landkreis Bile-Sawar.

Die sieben weiteren Namen sind:

  • Ahmad Nazari: Forscher auf dem Gebiet der Kontrolle der Umweltverschmutzung.
  • Gholam°ali Ahmadi: Doktorand der Philosophie und Dozent an der Freien Universität Behbahan. Hat über die Planung von Verhaltensänderungen zum Umweltschutz publiziert.
  • Salman Sharif Azeri: Forscher im Bereich des Umweltschutzes.
  • Mahdi Jawidpur: Journalist, der auf Umweltfragen spezialisiert ist.
  • Hamed Amiri, Ingenieur der Landwirtschaft, Forscher auf dem Gebiet der Umwelttechnologie
  • Seyyed Behzad Sayadati: Spezialist für Bodenkunde.
  • Ardashir Rad: Ingenieur für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen.
  • Mostafa Reza‘i: Spezialist für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen.
  • °Ali Zare°: Forscher auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der natürlichen Ressourcen.

Quellen:
http://news.gooya.com/2018/02/---62.php
vom 19. 02.2018
dowomin ruze jostejuye mahalle soqute hawapeymaye parwaze tehran-yasuj

http://news.gooya.com/2018/02/post-12149.php
moshahedate mardomy neshan dehandeye woqu°e saneheye hawa‘i bud
vom 18.02.2018
soqute hawapeyma‘i mosaferbariye tehran-yasuj

http://fararu.com/fa/news/349450/
vom 30. Bahman 1396 (19.02.2018)
chand nafar az fa°alane mohite zist dar hawapeymaye soqut karde budand?
veröffentlicht am 29. Bahman 1396

http://frw.org.ir/00/Fa/News/News.aspx?nwsId=46857

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Samstag, 17. Februar 2018

Der Bochumer Politikwissenschaftler Ismail Küpeli mahnt trotz aller Freude über die Freilassung Deniz Yücels, die Lage der Menschenrechte in der Türkei nicht aus dem Blick zu verlieren. Er befürchte, dass andere in der Türkei Inhaftierte vergessen werden könnten, sagte er im Deutschlandfunk […]

Politikwissenschaftler Küpeli: “Viele andere sind nach wie vor inhaftiert” (Deutschlandfunk, 17. Februar 2018)

Für Präsident Erdogan dürfte es schwierig werden, seinen Anhängern zu erklären, warum Deniz Yücel freigelassen wurde. “Dem Ausland wird man sagen: Die Justiz ist unabhängig”, sagt der Politologe Ismail Küpeli. “Aber der türkischen Bevölkerung wird das als Erklärung kaum reichen.”

n-tv.de: Was glauben Sie, warum hat die türkische Regierung den “Welt”-Journalisten Deniz Yücel freigelassen?

Ismail Küpeli: Die Gründe sind eigentlich offensichtlich. Die Türkei ist auf gute Beziehungen zu Deutschland angewiesen. Nach wie vor ist Deutschland ein wichtiger Wirtschaftspartner für die Türkei. Dass die deutsch-türkischen Beziehungen sich verschlechtert haben, könnte zu einer Wirtschaftskrise in der Türkei führen, und das will die türkische Regierung aus nachvollziehbaren Gründen vermeiden. Man hat ja schon im türkisch-russischen Verhältnis gesehen, dass außenpolitische Konflikte innenpolitisch kostspielig sein können: Wenn Touristen ausbleiben, wenn Handelsbeziehungen sich verschlechtern, dann hat das Folgen für die türkische Wirtschaft. […]

Weiterlesen: ntv-Interview zum Fall Deniz Yücel: “Man wird bald sehen, ob es einen Deal gab” (17. Februar 2018)

Freitag, 16. Februar 2018

 


"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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