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Donnerstag, 02. September 2010von xXaftershowXx am Donnerstag, 02. September 2010 22:04
(Up)
von che2001 am Donnerstag, 02. September 2010 21:56
Bei der letzten Maybritt-Illner-Diskussion war ja auffallend, dass das Idol partiell antideutscher Argumention Broder sich als paternalistischer, patriarchaler Verteidiger einwanderungsfeindlicher antimuslimischer Positionen gerierte, der im Tonfall des gönnerhaft über den Kopf Tatschens gegenüber Naika Foroutan, die für sich in Anspruch genommen hatte, als Deutsche nichtdeutscher Herkunft ernstgenommen zu werden - und die im Übrigen mal wieder diese sarazynische, danke,... (Up)
von Administrator am Donnerstag, 02. September 2010 19:35
(Up)
von Administrator am Donnerstag, 02. September 2010 19:33
und mit der sonne auf der innenseite des gesichts, dem motoröl noch an den ellenbogen und dem geruch von thymian und paprika in der nase sei nur soviel gesagt: es war zu schön, und ich bin noch zu verballert, um meine urlaubsimpressionen auch in noch so verschlüsselter form in das säurebad der commentspalten zu werfen. (Up)
von Juli am Donnerstag, 02. September 2010 17:35
Rhizom hat vor kurzem auf ein neues Buch von Olivier Roy verwiesen, in dem über den Wandel der Religionen zum Religionismus (Ernst Lohoff) verwiesen. Darin finden sich einige sehr lesenswerte Passagen, die seine bisherigen Thesen über die Modernität „islamischer Geschlechterverhältnisse“ durchaus erhärten: Im November 2007 berichtete die marokkanische Presse über ein Video im Internet, das angeblich [...] (Up)
von Zonengabi am Donnerstag, 02. September 2010 12:30
Welt online (Up)
von xXaftershowXx am Donnerstag, 02. September 2010 11:14
(Up)
von Machnow am Donnerstag, 02. September 2010 10:05
Sarrazin ist zur Zeit auf allen Kanälen. Er wird beschimpft und hofiert. Seine Theorien und Ideen werden insbesondere in Talkshows allerdings nicht selten verharmlosend rezipiert. Völlig zu kurz kommt oft, daß Sarrazin bewußt völkische Ressentiments, xenophobe Überfremdungsängste und rassistische Superioritätsvorstellungen bedient. Das aktuelle Buch zur Migration wird vor allem inhaltlich statistisch bearbeitet. Die ideologisch völkische, [...] (Up)
von xXaftershowXx am Donnerstag, 02. September 2010 09:15
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von admin am Donnerstag, 02. September 2010 09:11
9-11 at Nine: The Conspiracy Industry and the Lure of Fascism By Bill Weinberg, World War 4 Report New York City’s WBAI Radio—flagship of the progressive, non-profit Pacifica Network, where I am a producer—unfortunately provides a case study in the increasing embrace of right-wing conspiracy theory by the remnants of the American (and global) left. The most [...] (Up)
von admin am Donnerstag, 02. September 2010 09:04
Moishe Postone’s essay “Anti-Semitism and National Socialism” is now available as a pamphlet. Hi, here are the relevant links: http://www.principiadialectica.co.uk/blog/?p=1099 http://www.radicalbooks.co.uk/product/anti-semitism-and-national-socialism (Up)
von Ernst am Donnerstag, 02. September 2010 08:18
Ein weiterer eher theoriegeschichtlicher Vortrag zur Wert-Abspaltungskritik. Ebenfalls gehalten im August 2010 , diesmal von »EXIT!«-Redakteur Frank Rentschler. Er steckt den Hintergrund ab, auf dem die Abspaltungstheorie von Roswitha Scholz entstanden ist. (Das Überblicksblatt mit Literaturhinweisen wird eventuell noch nachgereicht.) Veranstaltet und aufgezeichnet vom Wert-Abspaltungskritischen Lese- & Diskussionskreis Berlin in Zusammenarbeit mit dem Verein für kritische Gesellschaftswissenschaften e.V. Download via MF: Vortrag (55 min, 22 MB), Diskussion (25 min, 10 MB) Der Vortrag bewegt sich entlang der Problemstellung, wie sie schon in Roswitha Scholz „Urtext“ der Wertabspaltungskritik (Der Wert ist der Mann, 1992) formuliert wurde. Dort wurde eine doppelte Abgrenzung vorgenommen. Zum einen zur feministischen Arbeitsontologie, wie sie sich insbesondere in der Hausarbeitsdebatte zeigt, der ein offenkundiges verkürztes und unkritisches Verständnis von „Wert“ zugrunde liegt. Zum anderen von der klassischen Wertkritik, die von der Geschlechtsneutralität des modernen Subjekts ausgeht, diesbezügliche feministische Einwände insbesondere aus dem Strang der Vernunftkritik konsequent ignoriert und das patriarchalische an der Wertvergesellschaftung dadurch auszublenden versucht, indem mit einem Patriarchatsbegriff operiert wird, über den die feministische Diskussion schon längst hinweg ist. Beide Probleme sollen anhand klassischer Texte illustriert und vertieft werden. Nachdem die Unfruchtbarkeit der feministischen Hausarbeitsdebatte (Wie lässt sich der Wert von Hausarbeit bestimmen) aufgezeigt, die Unzulänglichkeit der klassischen Wertkritik heraus gearbeitet worden ist, und die Verortung der Geschlechterfrage auf der engeren Wertebene durch eine Neuinterpretation des Gebrauchswerts (vorgenommen in dem Aufsatz „Geschlechterfetischismus“ von Robert Kurz 1992) dargelegt wurde, steige ich ein in feministische Vernunftkritik. Gezeigt werden soll, wie sich die symbolische Ordnung des Geschlechts in der Moderne darstellt, wie sie sich reproduziert und auch wandelt und was in diesem Zusammenhang das „gesellschaftlich Unbewusste“ heißt. Abschließend soll auf einen Text in der feministischen Debatte (Hildegard Heise: Flucht vor der Widersprüchlichkeit. Kapitalistische Produktionsweise und Geschlechterbeziehung. Frankfurt 1986) eingegangen werden, der – was die engere Wertbestimmung angeht – näher an der Wertabspaltungskritik dran ist als andere feministische Texte, jedoch durch Ausblendung des vorher skizzierten vernunftkritischen Strangs trotzdem ziemlich in die Irre führt. Insofern ist der Vortrag auch als Plädoyer zu verstehen, den patriarchalen Charakter der Wertvergesellschaftung auf mehreren Ebenen (engere Wertebene, symbolische Ordnung, gesellschaftlich Unbewusstes) zu verorten, wie es Roswitha Scholz in ihrem Buch „Das Geschlecht des Kapitalismus“ getan hat. (Up)
Mittwoch, 01. September 2010von mondoprinte am Mittwoch, 01. September 2010 19:41
Davon kann mich auch die, meinem Empfinden nach, recht einseitige Berichterstattung im Deutschlandfunk heute früh nicht abbringen: Der vom sog. „militärischen Arm“ der Hamas verantwortete Mord an vier Siedlern unweit Hebron ist – aus politischer, strategischer, nicht zuletzt aber, moralischer … Weiterlesen (Up)
von che2001 am Mittwoch, 01. September 2010 15:49
Streckenweise liest sich das fast ein wenig wie eine Mischung aus Ökotopia und Hazel Henderson, dieses Modell der redundanten dezentralen Strukturen, aber es ist eine Bundeswehrstudie zum Thema After Peak Oil. Gefunden bei Monoma. http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php (Up)
von che2001 am Mittwoch, 01. September 2010 11:14
Na, das war ja zu erwarten: http://www.news.de/politik/855071496/ist-sarrazin-der-deutsche-joerg-haider/1/ (Up)
Dienstag, 31. August 2010von Administrator am Dienstag, 31. August 2010 16:22
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von Ernst am Dienstag, 31. August 2010 15:04
Zum historischen Bedingungszusammenhang der Wert- und AbspaltungskritikDer im August 2010 gehaltene Vortrag thematisiert die Entstehung und den Anspruch der Wert-Abspaltungskritik. Robert Kurz (Redakteur bei »EXIT!«) geht es dabei nicht nur um theoriegeschichtliche Abläufe, sondern auch um die historische Selbstverortung von Theoriebildung (im allgemeinen) und um Kriterien für deren Kritik, u.a. erläutert an den Differenzen zur »neuen Marxlektüre«. Veranstaltet und aufgezeichnet vom Wert-Abspaltungskritischen Lese- & Diskussionskreis Berlin in Zusammenarbeit mit dem Verein für kritische Gesellschaftswissenschaften e.V. Download via MF: Vortrag (1:37 h, 39 MB), Diskussion (1:11 h, 29 MB) Eine neue kritische Theorie wie die Wert-Abspaltungskritik entsteht immer aus der Auflösung von Widersprüchen der älteren kritischen Theorien im Zusammenhang mit der realen gesellschaftlich-historischen Entwicklung. Es handelt sich also nicht um geniale Einsichten des freischwebenden reinen Intellekts. Andererseits muss gerade deswegen jede neue kritische Theorie einen Anspruch auf historische (d.h. bedingte, begrenzte) Wahrheit erheben. Nicht weil ihre Träger und Protagonisten klüger sind als die früheren, sondern weil sie sich auf veränderte Bedingungen bezieht, in der sich der Kapitalismus zur fortgeschrittenen Kenntlichkeit entwickelt hat. Deshalb kann die neue kritische Theorie nicht einfach eine andere Interpretation des als unverändert unterstellten Kapitalismus liefern, sondern sie muss gleichzeitig das Terrain der veränderten Verhältnisse analysieren, ihren eigenen Ort im historischen Prozess reflektieren und sich selbst erklären können. Dieser Problem- und Bedingungszusammenhang soll in fünf Aspekten erläutert und dargestellt werden. Erstens ist zunächst festzuhalten, dass das genannte Problem nur in der Subjekt-Objekt-Dialektik der dynamisierten modernen Fetischverhältnisse besteht. Dabei haben sich in der Konstitution des Kapitalismus die eigenen Handlungen, Hervorbringungen und Verhältnisse den Akteuren gegenüber blind objektiviert und verselbständigt. Erst daraus entsteht die Aufgabe der Kritik, diesen Zusammenhang zu erklären und zu überwinden, und erst daraus ergibt sich der Anspruch einer „objektiven Wahrheit“ in Bezug auf die so verfasste Gesellschaft. Mit der Überwindung der negativen Objektivität wird auch diese Art der Theoriebildung gegenstandslos, aber erst dann. Diese negative Objektivität ist aber keine statische, sondern eine dynamische. Deshalb dürfen die kapitalistischen Grundkategorien auch nicht als statische gedankliche Abstraktionen festgehalten werden, zu denen die empirische Geschichte nur in einem äußerlich-akzidentiellen Verhältnis steht (Kapitalismus als ewige Wiederkehr des Gleichen). Vielmehr sind diese Kategorien als reale auch real historisch-dynamische, die in ihrem inneren Entwicklungsprozess einer fortschreitenden kritischen Darstellung und Analyse bedürfen. Diese Bestimmung soll zweitens in Grundzügen erläutert werden an der Differenz zwischen der Wert-Abspaltungstheorie und der sogenannten „neuen Marxlektüre“. Dabei geht es im Wesentlichen um den Unterschied zwischen einer historischen und einer philologischen Auffassung der Marxschen Theorie. Dieses epistemische Grundproblem lässt sich an der Theoriebildung einer „Rekonstruktion der Kritik der politischen Ökonomie“ in der neuen Linken seit den 1960er Jahren aufweisen. In der Folge hat dies zu einem völlig gegensätzlichen Verständnis des „doppelten Marx“ bei der Wert-Abspaltungskritik und bei der „neuen Marxlektüre“ (insbesondere Michael Heinrich) geführt. Drittens geht es um die Geschichte der Wert-Abspaltungstheorie selbst in den letzten 25 Jahren. Diese neue kritische Theorie konnte sich zunächst gewissermaßen selbst nicht „wissen“. Es handelte sich, ausgehend vom Zustand der Linken in den 1980er Jahren und den damaligen gesellschaftlichen Bedingungen, um ein mühsames Herausarbeiten aus dem traditionellen Marxismus, das in seinen wichtigsten Stationen nachgezeichnet werden soll (Eigenständigkeit der Theorie gegenüber dem Praxisimperativ, Kritik des Positivismus, Kritik der Sowjetökonomie, Kritik der Wertform und der Arbeitsontologie, schließlich als entscheidende – meist nicht als solche wahrgenommene – Weiterentwicklung die Kritik des geschlechtlichen Abspaltungsverhältnisses und der androzentrisch-universalistischen Aufklärungsvernunft). Erst ab einem bestimmten Grad der Theoriebildung schälte sich diese als eigenständiges und umfassendes neues Paradigma einer „kategorialen Kritik“ heraus, das eine historische Einordnung der Theorie- und Bewegungsgeschichte vornehmen konnte; auch wenn dieser Zusammenhang bis jetzt noch nicht vollständig ausformuliert ist. Viertens soll diese begrifflich-analytische Einordnung in Grundzügen vorgestellt werden. Dabei geht es zum einen um die gesellschaftliche Bestimmung des „Arbeiterbewegungsmarxismus“ in der historischen Bedingtheit seiner Auffassungen von Kapitalismus und Sozialismus/Kommunismus unter Einschluss des „doppelten Marx“. Diese Epoche fand ihr Ende mit der Niederlage gegen den NS und setzte sich in Ausläufern bis nach dem 2. Weltkrieg fort. Zum andern geht es um die gesellschaftliche Bestimmung des „Postmodernismus“ bzw. der postmodernen Linken (Poststrukturalismus, Postoperaismus) ebenfalls in der historischen Bedingtheit ihrer Auffassungen von Gesellschaftskritik. Dazu gehört die neoliberale Epoche einer Virtualisierung des Kapitals (Finanzblasen-Ökonomie) mit entsprechenden ideologischen Mustern ebenso wie der Übergang des „Linksseins“ in eine soziale Mittelschichtsorientierung. Die Wert-Abspaltungstheorie als „kategoriale Kritik“ setzt sich von Arbeiterbewegungsmarxismus und Postmodernismus nicht nur im Verständnis des Kapitalismus und seiner Krisendynamik auf der Höhe der erreichten Entwicklung ab, sondern sie erhebt auch den Anspruch, das Feld der theoretischen Auseinandersetzung in seiner historisch-gesellschaftlichen Verfasstheit mitzureflektieren und auf den Begriff zu bringen. Fünftens schließlich ergibt sich daraus ein Problem für die Rezeption der Wert-Abspaltungstheorie, die ebenfalls von den gesellschaftlichen Bedingungen geprägt ist. Das neue Paradigma ist zwar in gewisser Weise in die linken Szenen und Bewegungszusammenhänge eingesickert, aber nur bruchstückhaft in der Isolierung einzelner Momente (etwa der Arbeitskritik) und „praxeologisch“ herunter gebrochen. In dieser Rezeptionsweise wird die „kategoriale Kritik“ nicht als umfassende neue Theorie mit historischem Wahrheitsanspruch wahrgenommen, sondern eklektisch mit traditionsmarxistischen und postmodernen Theoremen amalgamiert. Aus dem Eklektizismus ergibt sich aber keine übergeordnete Synthese, sondern nur eine Verwässerung und Aufweichung des ganzen Ansatzes bis zur Unkenntlichkeit. Wahrheitsmomente der älteren, immer noch den Mainstream der Linken dominierenden Theorien werden nicht kritisch integriert, sondern die Wert-Abspaltungstheorie bzw. „kategoriale Kritik“ selber wird eher desintegriert. Das hat etwas mit einem postmodern sozialisierten Bewusstsein zu tun, das sich auf einem „Markt der Meinungen“ oder an einer theoretischen Supermarkt-Theke wähnt, aus der es sich ein individuelles „Menü“ zusammenstellen kann. Jedes Kriterium für die objektive, historisch bedingte Wahrheit fehlt und damit auch jede Bestimmtheit in der Auseinandersetzung. Die Wert-Abspaltungstheorie ist nicht sakrosankt und immun gegen Kritik, aber wer sich damit eigenständig befassen will, muss sich auch auf die darin enthaltene Reflexion der historischen Entwicklung und Bedingtheit einlassen, weil nur so die Auseinandersetzung nicht in einem ahistorischen Raum schwebt, in dem alle Katzen der Theorie grau sind. (Up)
von ofenschlot am Dienstag, 31. August 2010 12:58
Ich kann mir nicht helfen, aber solange unseren Vorzeigeintellektuellen immer wieder solche Preziosen durchschlüpfen, wie die, dass – ich übersetze es ins Materialistische: anhaltender Sozialdemokratismus zu faschistischer Regression führt, dass man also (frei nach Max Horkheimer und streng nach Willy Huhn) vom Faschismus schweigen soll, wenn man von der Sozialdemokratie nicht sprechen will, solange man solche Passagen liest, die vom Autor gewiss nicht so gemeint waren, die man aber bei noch halbwegs klarem Verstand gar nicht anders verstehen kann, solange bin ich mir sicher – es gibt sie doch noch, die List der Vernunft.
(Quelle) (Up)
von che2001 am Dienstag, 31. August 2010 11:20
Die Neue Zürcher Zeitung in der Schweiz kommentiert: «Der Fall Sarrazin zeigt auf eklatante Weise die längst bekannte Schwäche des Verfahrens der Nominierung für den Bundesbankvorstand auf. Wenn die Zusammensetzung der Parteien in der amtierenden Regierung sowie die Machtverhältnisse der Bundesländer im Bundesrat entscheidend sind für Personalentscheidungen an der Notenbankspitze anstatt die fachliche und menschliche Eignung der Kandidaten, kommt nichts Gutes... (Up)
von rhizom am Dienstag, 31. August 2010 11:08
Eine von Fox News im Januar 2010 vorgestellte Forschungsstudie des US-Militärs thematisiert zum ersten Mal das notorisch homophobe Verhalten amerikanischer Soldaten gegenüber afghanischen Männern. Im Zentrum steht jedoch, wie zu erwarten, nicht die kritischen Reflexion eigener gesellschaftlicher Normen, sondern die Aufforderung an die Soldaten, “eine wichtige soziale Kraft, die der paschtunischen Kultur zugrundeliegt”, richtig zu verstehen und entsprechend exotistisch einzuordnen.
Nicht dass die US-amerikanischen Soldaten “homo” und “gay” als Beleidigungen einführen, um die männliche afghanische Bevölkerung nach den Kategorien von “normal” und “anormal” durchzusortieren, sondern dass sich paschtunische Männer allen Ernstes weigern, sich mit diesen Beleidigungen positiv zu identifizieren, stellt für die Studie (oder zumindest Fox News) das eigentlich Bemerkenswerte dar. So wird der Schwarze Peter für die homophoben Ausflipper amerikanischer Soldaten einfach an die afghanische Gesellschaft weitergegeben. Bizarre Anekdoten präsentieren die “kulturellen Missverständnisse” in den Interaktionen zwischen paschtunischen Übersetzern und amerikanischem Militärpersonal nicht nur konsequent aus dessen erzählerischer Warte, sondern stellen sie als Folge einer naiven sexuellen Unwissenheit auf Seiten des “Anderen” dar: Afghanische Ehemänner müssen von amerikanischen Ärzten offenbar erst noch darüber in Kenntnis werden, dass nicht der Storch die kleinen Babies bringt. Man fragt sich fast, wie diese Kultur ohne Assistenz von außen so lange überleben konnte:
Nicht nur, dass die Glaubwürdigkeit solcher Geschichten für Fox News außer Frage zu stehen scheint. Paschtunische Männer werden auch nirgends selbst zum Subjekt einer Erzählung, in der das amerikanische Publikum seine homophoben Normen als ihre eigene “soziokulturelle Besonderheit” zurückgespiegelt bekäme. Die Marginalisierung gleichgeschlechtlichen Begehrens ist der Normalzustand, die “heterophobe” paschtunische Gesellschaft eine bizarre Aberration, die nicht einmal Afghanistan als Ganzem, sondern strikt der Eigentümlichkeit einer bestimmten “ethnischen Gruppe” zugeordnet bleibt. Es ist, als wollten die US-Militärforscher in ihrer Borniertheit noch einmal den prototypischen Pariser aus Montesquieus satirischen Perserbriefen geben: “Oha, der Herr ist Paschtune? Was für eine höchst außerordentliche Sache! Wie kann man nur Paschtune sein?” Und natürlich sind es allein die Afghanen, die laut Überschrift von Fox News mit ihrer “sexuellen Identität kämpfen”, aber keinesfalls die US-Soldaten, die sich in der Gegenwart paschtunischer Männer sichtlich “verwirrt” und “unbehaglich” fühlen, weil die homophoben Werte ihrer Heimat keine allgemeine Geltung mehr besitzen:
Während es der Studie angeblich um die Unsicherheiten und “Identitätskämpfe” afghanischer Männer geht, wie Fox News glauben machen will, lugt doch in Wahrheit überall die Sorge um die psychische Selbstbehauptung der US-Soldaten hervor. Ihnen gälte es künftig zu erklären, wie sie die Annäherungen afghanischer Männer zum “einzigartigen” Ausdruck einer “fremden Kultur” objektivieren können. So sollen sie in einer entsprechenden Situation die Kontrolle über sich behalten und nicht etwa, wie zuhause üblich, in eine psychotische “Gay panic“-Reaktion verfallen. Homophobe Übergriffe bis hin zum Mord, dessen die US-Truppen bereits im Irak verdächtigt wurden, beinhalten schließlich nicht nur das Risiko, die amerikanischen Streitkräfte noch weiter von der afghanischen Bevölkerung zu entfremden. Sie könnten auch das Ansehen eines Einsatzes beschädigen, der im Namen der Menschenrechte, der Befreiung der Frauen und – zumindest in der kruden Vorstellungswelt einiger linksliberaler Medien – zuweilen auch der “Homosexuellen” legitimiert wurde. Nachtrag: “Widernatürliche fleischliche Kopulation” zwischen Männern ist in der US-Armee streng verboten und kann mit bis zu fünf Jahren Arrest, bei Ausübung von Zwang auch mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet werden. (Up)
von che2001 am Dienstag, 31. August 2010 11:00
Kürzlich erschien im Stern ein Artikel, in dem die Rede davon war, Sperma hätte möglicherweise antidepressive Eigenschaften. Das war mal wieder so eine abstruse Statistikauswertung wie "Wo Störche nisten, werden mehr Kinder geboren" oder "In der Nähe von Hochspannungsleitungen gibt es mehr Hirntumore als Leukämiefälle", und ich las den Beitrag wenig überzeugt meiner Nichte vor. Da meinte die "Aha, deshalb geht es mir so gut, wenn ich gerade Sperma geschluckt... (Up)
von che2001 am Dienstag, 31. August 2010 10:55
Über-Bande-Gelinke-mit mondoprinte;-) http://mondoprinte.wordpress.com/2010/08/29/bundeswehreinsatze-und-wirtschaftsinteressen/ (Up)
von che2001 am Dienstag, 31. August 2010 10:44
Wie die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet, scheint es weltweit eine unheilige Allianz zu geben von Leuten, die von "jüdischen Genen" schwadronieren. Hier reiht sich Herr Sarrazin ein neben ultraorthodoxen rechtsstehenden Rabbinern und US-Evangelikalen. Schöne Mischpoche! http://www.haaretz.com/print-edition/features/jewish-gene-theories-make-waves-in-germany-go-unnoticed-in-israel-1.311182 (Up)
von che2001 am Dienstag, 31. August 2010 09:42
"Auch wenn das pseudowissenschaftliche Rassenforschertum im 21. Jahrhundert meint, im Rückgriff auf populäre Thesen des mittleren 20. Jahrhunderts Gene bemühen zu müssen - was tut man nicht alles für einen wohldotierten Vorruhestand -"... (Up)
Montag, 30. August 2010von che2001 am Montag, 30. August 2010 21:24
PRO ASYL Bundesweite Arbeitsgemeinschaft für Flüchtlinge e.V. Presseerklärung 30. August 2010 Bundesweiter Gedenktag für die Toten in Abschiebungshaft PRO ASYL und Interkultureller Rat: Abschiebungshaft muss drastisch reduziert werden Anlässlich des heutigen Gedenktages für die Toten in Abschiebungshaft fordern PRO ASYL und der Interkulturelle Rat in Deutschland die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern auf, die Abschiebungshaft grundsätzlich... (Up)
von Administrator am Montag, 30. August 2010 21:23
Nach schiitischer Tradition hat die Nacht zum Freitag eine besondere Bedeutung. Die Menschen gehen auf den Friedhof und verteilen dort Datteln an alle Passanten. Wer dazu keine Zeit findet, verteilt Datteln auf der Strasse oder in der Nähe einer Moschee. Ausserdem werden im Fastenmonat Ramadan Datteln als regelmäßige Beilage gegessen.
(Up)
von Schmok am Montag, 30. August 2010 20:54
Richard C. Schneider besucht dieses mal in seinem Videoblog aus Israel und Palästina die in Jerusalem ansässige israelische Friedensorganisation “ir armim”. Was erst als ein Interview über die Lage in Jerusalem beginnt, endet in einer interessanten Diskussion über den Friedensprozess. Jerusalem – “Stadt der Völker” (Up)
von Administrator am Montag, 30. August 2010 20:50
Jedes Jahr organisieren Exiliraner in der ganzen Welt Trauerfeiern zum Gedenken an die Toten dieses Massakers. Auch im Iran findet ein Gedenken statt. Etwa 10 km östlich von Teheran, in einem trockenen Gebiet, befindet sich eines von vielen Massengräbern im ganzen Land, in denen die Opfer dieses Massakers verscharrt wurden. Das folgende Video konnte vor Ort aufgezeichnet und später veröffentlicht werden, obwohl bei den Absperrungen Fotoapparate, Camcorder und Handies beschlagnahmt wurden.
Es wurden Reden gehalten und alte, verbotene Lieder gesungen, die viele Jahre nicht mehr zu hören gewesen sind. (Up)
von Administrator am Montag, 30. August 2010 20:39
Hajar Rostami, die Mutter von Neda Agha Soltan, hat in einem Interview mit der internationalen Menschenrechtskampagne im Iran erklärt, dass sie Hilfe braucht von internationalen Menschenrechtsorganisationen, internationalen Einrichtungen und vom internationalen Menschenrechtsgerichtshof in Den Haag. Nichts von dem, was sie und ihre Familie bislang unternommen haben, um den Mörder ihrer Tochter zu finden, hätte zu einem Ergebnis geführt. Sie habe ihrer Regierung nichts mehr zu sagen. Sie habe bis jetzt immer geschwiegen. Jetzt brauche sie aber die Hilfe von der ganzen Welt, um den Mörder von Neda zu finden. Ihr Kind habe sie verloren und ihr Leben sei ruiniert. Wann immer sie von Nedas Grab nach Hause komme, hätte sie das Gefühl, dass Neda gerade erst in diesem Moment getötet und begraben worden sei. Am 20. Juni 2009 wurde Neda Agha-Soltan auf den Strassen von Teheran erschossen, während sie gegen den Wahlbetrug von Ahmadinejad demonstrierte. Die Nachricht verbreitete sich noch am gleichen Tag weltweit, nachdem ein Video über ihren Tod veröffentlicht wurde. Sie wurde zum Symbol der Demokratiebewegung im Iran. (Up)
von ofenschlot am Montag, 30. August 2010 19:56
Eine Schlüsselstelle in Sarrazins Buch »Deutschland schafft sich ab« scheint die These von der Vererbung der Intelligenz zu sein. Jedenfalls weist er in den Interviews immer wieder darauf hin, die Rezensionen steigen darauf ein und Frank Schirrmacher, der irgendwie Dauerverhinderte unter den Vorzeigeintellektuellen der Nation, baut einen ganzen Gaga-Essay1 zu Sarrazin auf der Vererbungsthese auf. Wir wollen Sarrazin und Schirrmacher (»…die Frage, ob Intelligenz größtenteils vererbt wird oder kulturell geschaffen werden kann, ist eine der völlig offenen Fragen.«) da gerne weiterhelfen. Die Antwort ist nämlich ganz einfach: Intelligenz ist zu hundert Prozent vererbbar. Das ist die Identität der Gattung mit sich selbst. Was wir hier mitgeteilt haben, sind Banalitäten, die für gewöhnlich nicht am Ende, sondern am Anfang einer Erklärung stehen – man lässt sie hinter sich. Dass die Menschheit an sich intelligent ist und diese Intelligenz Generation für Generation weitergibt – und sie noch keine Katastrophe, egal ob Eiszeit oder Weltkrieg, an der Weitergabe dieser Intelligenz dauerhaft gehindert hat –, erklärt nicht den Kapitalismus und begründet nicht den Kommunismus (aber versetzt uns überhaupt in die Lage zu erkennen, was Kapitalismus ist – nun, auch dies eine Banalität). Wird, wie bei Sarrazin und Schirrmacher der Sachverhalt umgedreht dargestellt, wird also die Tatsache, DASS Intelligenz vererbt wird, als die eigentliche Big News herausgestrichen, heißt das, dass diese Banalität im Dienste einer bestimmten Politik steht – eine gleichsam »unschuldige«, »rein wissenschaftliche«, »neutrale« Bemerkung ist es dann nicht mehr. Nachtrag: Sarrazin Bashing ist eine beliebte, gern genommene Freizeitbeschäftigung in diesen Tagen. Frank Schirrmacher, der zu den wenigen Verteidigern Sarrazins gehört und der das auf die ihm eigene verdruckste Art und Weise ausdrückt, hat schon öfters die heftigen Wallungen der Political Correctness beobachten können. Deshalb sagt er nicht einfach, Sarrazin hat aber recht!, er erweitert schon mal den Horizont: Vergesst doch mal Sarrazin und diese notorischen Problembezirke in Berlin und Hamburg und beschäftigt euch mit der Substanz des Buches, die unabhängig von ihrem Autor Bestand hat. Für Schirrmacher ist Sarrazin nur der brachiale Türöffner für ganz andere, weitergehende Debatten. Die werden ohne Zweifel kommen, der Name Sarrazins wird dann kaum noch fallen. Deswegen ist es müßig, noch einmal auf Sarrazin herumzutrampeln (was nicht heißt, dass es im Alltag sehr wohl angebracht ist, Lesungen und Diskussionsveranstaltungen mit ihm zu stören und ggf. zu verhindern). Vielmehr muss man Schirrmacher ernst nehmen, wenn er folgendes schreibt: »Sarrazin ist lediglich der Ghostwriter der Gespenster, die uns jetzt heimsuchen.« Es sind bloß keine Gespenster, sondern die Zombies der bürgerlichen Politik.
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von Administrator am Montag, 30. August 2010 19:47
Die Suspendierung des ehemaligen Staatsanwalts von Teheran, Sa‘id Mortasawi, und zweier Richter, Ali-Akbar Heydari-Far und Hassan Sare‘ Dehnawi, verbunden mit der Aufhebung ihrer Immunität, war ein Sieg für das iranische Parlament gegenüber Ahmadinejad. Deshalb haben 216 Abgeordnete bei der gestrigen Parlamentssitzung eine Erklärung abgegeben, in der sie der Justiz ihren Dank ausdrücken. Die Erklärung wurde vom Parlamentsmitglied Omidvar Rezai verlesen. In ihr wird der Mut des Richters, der die Suspendierungen entschieden hat, gelobt und die Hoffnung ausgedrückt, dass Sa‘id Mortasawi und die anderen vor Gericht gestellt werden und ihre gerechte Strafe bekommen. Kommentar: Vielleicht freuen sie sich, dass nicht sie selbst zum Bauernopfer geworden sind. (Up)
von xXaftershowXx am Montag, 30. August 2010 16:42
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von xXaftershowXx am Montag, 30. August 2010 09:49
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von Butch Jonny am Montag, 30. August 2010 08:36
Die Bella Ciao Wochen in Erinnerung und zu Ehren der Partigiani und der neuen Guerilleros Metropolitana beende ich mit dem echten Partisanensong. Eigentlich hätte ich jeden Montag weitermachen können. Heute wäre wahrscheinlich Stefans Vorschlag dran gewesen. Aber irgend wann muß ja auch Schluß sein mit den Hiphop-, den deutschen Punk-, den türkisch-folkloristischen [...] (Up)
Sonntag, 29. August 2010von che2001 am Sonntag, 29. August 2010 21:41
Dass Watsons Umweltschutzorganisation "Sea Shepherd" etwas weiter geht als Greenpeace und Fischnetze rammt finde ich angesichts des permanenten Thunfischmassakers, das zum Umkippen des gesamten Ökosystems "Mittelmeer" führen kann (ja, deutsche Mallorca-UrlauberInnen, dann sterbt mal schön durch Killerquallen) durchaus sinnvoll, ebenso wie die Aktionen von Greenpeace selber, auch wenn ich keine von beiden Organisationen insgesamt für unterstützenswert halte. Warum marschieren... (Up)
von che2001 am Sonntag, 29. August 2010 21:29
Die hochgeschätzte Frau Arboretum zu Sarrazin bei Don: Ein Rezensent empfahl, zu Sarrazins Thesen den folgenden Text gegenzulesen: Der Reichsminister des Innern, Dr. Wilhelm Frick in seiner Ansprache auf der ersten Sitzung des Sachverständigenbeirates für Bevölkerungs- und Rassenpolitik am 28. Juni 1933 in Berlin (Reichsausschuss für Volksgesundheitsdienst) 1933. Und er schloss seine Buchbewertung mit den Worten: "Wer danach noch meint, Sarrazin habe recht, ist erstens... (Up)
von nestormachno am Sonntag, 29. August 2010 20:59
IV. Erläuterungen von Engels Lenin sucht hier auf konkrete Fragen, die sich der neu einzurichtenden Staatsmacht stellen, eine Antwort, und schlägt wieder nach bei den Klassikern. Er zitiert zunächst Engels Abhandlung von 1873 „Zur Wohnungsfrage“ ). Festgestellt wird einmal: Es gibt im Kapitalismus jede Menge leerstehenden Wohnraum, und gleichzeitig Obdachlose. Der Grund für diesen Umstand ist das Privateigentum. Eine korrekte Feststellung. Wie sieht die Lösung Engels/Lenin für dieses Problem aus, nach der „proletarischen Revolution“? „Soviel aber ist sicher, daß schon jetzt in den großen Städten hinreichend Wohngebäude vorhanden sind, um bei rationeller Benutzung derselben jeder wirklichen ‚Wohnungsnot‘ sofort abzuhelfen. Dies kann natürlich nur durch Expropriation der heutigen Besitzer, resp. durch Bequartierung ihrer Häuser mit obdachlosen oder in ihren bisherigen Wohnungen übermäßig zusammengedrängten Arbeitern geschehn, und sobald das Proletariat die politische Macht erobert hat, wird eine solche, durch das öffentliche Wohl gebotene Maßregel ebenso leicht ausführbar sein, wie andere Expropriationen und Einquartierungen durch den heutigen Staat.“(S. 69) Engels erklärt also das Vorhandene für ausreichend und alles nur für eine Frage der Verteilung. Die Vorstellung von Engels, daß die Wohnungsfrage durch Enteignungen und Einquartierungen zu lösen wäre, hat durchaus Folgen gehabt im ersten proletarischen Staat: Noch heute leben viele Menschen in russischen und anderen Städten postsowjetischer Staaten in den sogenannten „Kommunalkas“, ehemals gutbürgerlichen großen Wohnungen von 10-15 Zimmern, in der pro Zimmer ein bis drei Leute leben und sich eine Küche, ein Bad und ein, bestenfalls zwei Klos teilen. Auch eine Möglichkeit, „Wohnungsnot“ zu bekämpfen. Engels rechtfertigt in seiner Schrift auch Pacht und Miete: „Übrigens muß konstatiert werden, daß die ‚faktische Besitzergreifung‘ sämtlicher Arbeitsinstrumente, die Inbesitznahme der gesamten Industrie von seiten des arbeitenden Volkes, das gerade Gegenteil ist von der proudhonistischen ‚Ablösung‘. Bei der letzteren wird der einzelne Arbeiter Eigentümer der Wohnung, des Bauernhofs, des Arbeitsinstruments; bei der ersteren bleibt das ‚arbeitende Volk‘ Gesamteigentümer der Häuser, Fabriken und Arbeitsinstrumente, und wird deren Nießbrauch, wenigstens während einer Übergangszeit, schwerlich ohne Entschädigung der Kosten an einzelne oder Gesellschaften überlassen. Gerade wie die Abschaffung des Grundeigentums nicht die Abschaffung der Grundrente ist, sondern ihre Übertragung, wenn auch in modifizierter Weise, an die Gesellschaft. Die faktische Besitznahme sämtlicher Arbeitsinstrumente durch das arbeitende Volk schließt also die Beibehaltung des Mietverhältnisses keineswegs aus.“ (S. 70) Statt dem Privateigentum setzt Engels – und, auf ihn aufbauend, Lenin – auf ein anonymes Volkseigentum, das aber natürlich von irgendwem vertreten werden muß, und an diese Volksvertretung sind auch Pacht und Miete zu entrichten. Der gesamte Wohnraum, und auch der gesamte Boden eines Landes erhält also einen neuen Eigentümer, der fürs Einkassieren der Pacht und Miete zuständig ist und natürlich auch darüber entscheidet, wer diese Wohnungen bewohnen, auf diesem Grund bauen oder jene Felder bewirtschaften darf. Diese mit dem unvermeidlichen Hinweis auf die „Übergangszeit“ eingerichteten neuen Besitzverhältnisse weisen darauf hin, daß hier die gesamte Bevölkerung gewaltsam enteignet und eine keineswegs absterbende neue Macht eingerichtet wird. Lenins Schlußfolgerung aus den Ausführungen Engels’ ist anders, bzw. sieht die sich daraus ergebenden Notwendigkeiten als eine positive Entwicklung: „Alles das erfordert eine gewisse Staatsform, erfordert aber keineswegs einen besonderen militärischen und bürokratischen Apparat mit beamteten Personen in besonders bevorzugter Stellung.“ (S. 70) Über diesen Satz hätten die Bürger der Sowjetunion nur herzhaft gelacht. Eine Stellung im Wohnungsamt war dort nämlich sehr begehrt, weil man da an einer der Schaltstellen der Macht saß. (Up)
von rhizom am Sonntag, 29. August 2010 20:26
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von rhizom am Sonntag, 29. August 2010 15:44
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von che2001 am Sonntag, 29. August 2010 13:40
Was uns zu Paaren treibt und dafür sorgt, dass ein solidarisches Miteinander, eine Einheit der Armen und Prekären in diesem Lande gar nicht erst auf die Beine kommt ist diese Haltung sozial schwach gestellter Menschen, sich selbst der vermeintlichen Tatsache zu versichern, doch selber nicht ganz prekär zu sein und sich hingegen panisch von jenen abzugrenzen die dies vermeintlich tatsächlich sind. Einerseits. Und Andererseits habe ich auch schon die seltsamsten Formen von Sozialneid... (Up)
von che2001 am Sonntag, 29. August 2010 09:05
Jetzt hat also auch schon der DIHK gefordert, die Bundeswehr müsse den Interessen der Wirtschaft dienen. Abgesehen davon, dass dies seit 1992 in den Verteidigungspolitischen Richtlinien der Bundeswehr steht - ein alter Freund hatte 16 Monate dafür bekommen, dass er damit seine totale Kriegsdienstverweigerung begründete - abgesehen davon also haben wir die schöne Situation, dass eine Interessenvertretung des Kapitals fordert, die Bundeswehr habe endlich mal eine richtig imperialistische... (Up)
Samstag, 28. August 2010von Administrator am Samstag, 28. August 2010 22:35
Das iranische islamische Modell sieht vor, dass die Menschen stets in Angst vor Gott leben sollen, was nicht nur für Iranerinnen und Iraner sondern für die ganze Welt gilt. Voraussetzung dafür ist ein dauernder Zustand der Krise, der die Menschen desorientiert und für die Islamisierung empfänglich macht. In der Pasdaran-Zeitschrift Sobhe Sadeq (Übersetzt: „Richtiger Morgen“ – d.h. der Moment in dem der Imam Mahdi in der Welt erscheint ) liest sich das so, dass, je brutaler in den Medien die strikte Anwendung der Scharia vermittelt würde ( z.B. bei Steinigungen, etc. ), desto mehr Angst auch bei den westlichen Ländern verbreitet werden könne. Bei der radikalfundamentalistischen Fraktion der Prinzipialisten legitimierte diese Theorie u.a. das extrem harte Vorgehen gegen die Demokratiebewegung nach den letzten Wahlen und auf der Basis der gleichen Theorie wurden das Ewin-Gefängnis oder das Kahrisak-Gefängnis so organisiert, dass die bekannten Verbrechen stattfinden konnten. Im Moment steht die drohende Steinigung von Sakineh Mohammadi Ashtiani im Zeitrum der weltweiten Aufmerksamkeit. Doch es geht um viel mehr Menschen. Die Gefängnisse sind voll mit Menschen, denen die gleiche Strafe (Steinigung) oder die Hinrichtung droht. Z.B. Zeynab Jalaliyan, Mohammad Ali Saremi, Jafar Kazemi, Mohammad Ali Haj‘aghai, Ahmad Daneshpour, Mohsen Daneshpour, … Aus diesem Grund sind Demonstrationen gegen Steinigungen und Hinrichtungen vor den iranischen Botschaften und Konsulaten in aller Welt zu begrüßen. Wer an die Menschenrechte glaubt, sollte diese Demonstrationen direkt oder indirekt unterstützen.
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von xXaftershowXx am Samstag, 28. August 2010 20:55
du bist schon groß, das kann man sehen
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von ofenschlot am Samstag, 28. August 2010 20:14
Wolfgang Pohrt gegen seine Liebhaber verteidigen? Überflüssig. Das macht der selber, hat er immer schon gemacht. Pohrt ist der Anarch der kritischen Theorie – immer wenn man denkt, das oder dies läge doch voll auf seiner Linie, hat er sich, ganz Partisan der bösen Provokation, bereits abseits dieser in die Büsche geschlagen. Dabei ist Pohrt immer ein Dialektiker geblieben, denn seine Beweglichkeit, sein notorisch negativer Geist beruht auf verhältnismäßig wenigen Einsichten über die Geschichtlichkeit des Wertgesetzes, die er in seiner frühen Marx-Exegese (»Theorie des Gebrauchswerts«, 1976) gewonnen hatte1. Beliebig, ein Querulant gar, ist er nie gewesen. Lässt man sich auf ihn ein, glaubt man ihm erst mal alles – das liegt daran, dass er den historisch-gesellschaftlichen Ausschnitt, der jeweils Gegenstand seiner Polemiken ist, messerscharf seziert. Erst später und mit einigem Abstand erkennt man, dass der Ausschnitt eben ein Ausschnitt war und dass sich so manche stillschweigende Voraussetzung eingeschlichen hat, die einfach unzulässig ist. Beispiele? Findet ihr selber, wenn ihr seine Texte nicht als in sich geschlossene, quasi-wissenschaftliche Abhandlungen lest (wie das jahrelang seine falschen antideutschen Freunde gemacht haben), sondern als tagespolitische Nahkampfübungen.
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von xXaftershowXx am Samstag, 28. August 2010 19:39
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von che2001 am Samstag, 28. August 2010 17:15
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von rhizom am Samstag, 28. August 2010 11:35
Kommenden Montag stellt Necla Kelek das Buch von Thilo Sarrazin vor, in dem er seine rassistischen Äußerungen zusammenfasst und zuspitzt. GLADT e.V. ruft dazu auf, sich an dem angemeldeten Protest dagegen zu beteiligen: 30. August 2010, 10:00 Uhr (Up)
Freitag, 27. August 2010von che2001 am Freitag, 27. August 2010 16:21
Hallo FreundInnen, hiermit laden wir Sie herzlichst zum Goethefest auf der Goethestrasse in Hannover ein. Wir freuen uns am 28.08.2010 von 14-20 Uhr über Ihren Besuch. Um 14.15 Uhr präsentieren sich auch Basketballprofis der UBC Tigers. Herzlichen Gruß Goetheprojekt Organisationsteam http://www.goethestrasse-hannover.de/ Sayın Arcadas, Size bu Cumartesi Goetheplatz'da yapılacak Almanya'nın en ünlü kültür sembollerinden en büyük şaiiri... (Up)
von che2001 am Freitag, 27. August 2010 13:55
In einer Firma, in der ich lange gearbeitet hatte gab es einen schwulen Kollegen. Der war in der Schwulenszene viel unterwegs und ein ziemlich bunter Hund. Von den MitarbeiterInnen seiner Abteilung bekam er jeden Montag morgen ein "Geschenk" in sein Brieffach gelegt. Das war mal eine Tube Gleitcreme, mal eine Packung Kondome, mal ein Schwulenporno, mal eine besonders süße Süßigkeit. Er steckte das stets mit einem breiten Grinsen ein. Ich hatte ihn mal gefragt, ob ihm das nichts... (Up)
von che2001 am Freitag, 27. August 2010 13:37
Jack Wolfskin mahnt haufenweise Blogger ab, die irgendwo Tatzensymbole verwenden. Müsste dann nicht eigentlich auch die taz Jack Wolfskin abmahnen können? Na, die haben wohl Besseres zu tun. Mir juckt es ja jedesmal in den Beinen, wenn ich deren Fernsehwerbespot sehe, bei dem eine Gruppe Leute eine meiner Lieblingsbergtouren geht. Sollte ich jetzt vielleicht gegen Jakob Wolfshaut vorgehen, so nach dem Motto: "Hey, das ist MEINE Lieblingstour"? (Up)
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