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Montag, 20. Februar 2017

Madschid Mohammadi befasst sich in einem Artikel, der auf der Webseite von Radio Farda veröffentlicht wurde, mit den Hintergründen der Proteste gegen die Verschlechterung der Umwelt- und Lebensbedingungen im Iran.

Sandstürme – kommen aus dem Ausland

In den letzten Tagen waren besonders die Sandstürme in der Region Ahwas ein Thema, die teilweise zum Zusammenbruch der Stromversorgung und zur Schließung zahlreicher Schulen führten. Die Regierung ließ Demonstrationen verbieten, weil das „vom Feind ausgenutzt“ werden könne. Sie erklärte sich für nicht verantwortlich, der Staub komme aus Nordafrika, dafür könne sie nichts. Und der Klimawandel ist auch eine willkommene Erklärung für die Trockenheit, da muss man sich nicht selbst verantwortlich fühlen.

Qom – die geistige Wüste des Landes
Madschid Mohammadi weist aber darauf hin, dass das Umleiten von Flüssen zur Trockenlegung großer Sümpfe und Seen geführt hat, die nun auch im Iran Staublieferanten werden. Die Stadt Qom, die Wasservorräte für etwa 100.000 Einwohner habe, sei aufgrund ihrer Bedeutung als Zentrum der schiitischen Gelehrsamkeit auf 1 Million Einwohner aufgestockt worden, das Wasser müsse man nun aus anderen Gebieten wegnehmen. Dabei wird nicht berücksichtigt, was das dort für Folgen für Klima und Landwirtschaft hat.

250 Liter Wasser für 1 Melone
Auch die Landwirtschaftspolitik des Irans sei nicht vernünftig. Um eine Melone von 1kg Gewicht herzustellen, benötige man 250 Liter Wasser, im Jahr 2011 habe man etwa eine Million Tonnen Melonen exportiert. Das sei nicht vernünftig in einem Land, das an Wassermangel leide. Zum Teil werden hierfür Grundwasservorräte leergepumpt, mit der Folge, dass die Landwirtschaft dann auf dem Trockenen sitzt.
Die Regierung redet sich heraus, dass viele Pumpen illegal betrieben werden. Dabei sind Pumpen nicht unsichtbar, und wer Tausende von Internetzeitungen verfolgen und schließen kann, dürfte bei dem ausufernden Sicherheitsapparat auch keine Schwierigkeiten haben, illegale Pumpen zu konfiszieren. Aber wer weiß, vielleicht werden die ja von Freuden der Schmuggelbrüder, der Pasdaran, betrieben, da ist es besser, nicht so genau hinzusehen.

Dämme bauen – da ist nicht Meister Biber am Werk
Auch der Staudammbau im Iran sei nicht von Vernunft geleitet, sondern vom Gewinnstreben von Unternehmen, die in der Hand der Revolutionswächter seien. Die Bauunternehmen bekommen die Aufträge, die mit den Erdölgeldern finanziert werden, und stellen Dämme auf, wo sie nicht benötigt werden und mehr noch, sogar verhindern, dass stromabwärts noch Wasser zur Verfügung steht. Das ist den Unternehmern egal, Hauptsache, die staatlichen Aufträge werfen genügend Gewinne ab. Und der Staat, der mit diesen Unternehmern gemeinsame Sache macht, fragt auch nicht nach den Umweltfolgen…
Man sieht, so manches ist hausgemacht, aber wo es keine freien Parteien und keine freie Diskussion gibt, wird sich auch nichts bessern.

http://www.radiofarda.com/a/f35_iran_eco_proetsts_mohammadi/28319614.html
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
sardargomiye hokumate iran dar barabare e°terazate mohite zist
von Madschid Mohammadi

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links: Moulawi Abdol-Hamid

Man hört immer wieder, wie nicht-islamische Minderheiten (Christen, Baha’is) im Iran verfolgt werden. Aber nicht besser geht es den Sunniten, die genauso Muslime sind wie die Schiiten. Besonders im Süden, in der Region Sistan und Balutschistan, aber auch im Westen, z.B. in der Region Ahwas, leben starke sunnitische Minderheiten. Moulawi Abdol-Hamid gehört zu den bekanntesten sunnitischen Geistlichen im Iran und ist der sunnitische Freitagsprediger in Sahedan, der Hauptstadt von Sistan und Balutschistan. Wie jetzt bekannt wurde, verhindern „Engstirnige“, wie er selbst sich diplomatisch ausdrückt, dass er im Iran andere Orte bereisen darf als Teheran und Sahedan. Umgekehrt wird anderen sunnitischen Geistlichen verboten, nach Sahedan zu reisen. Auslandsreisen von Moulawi Abdol-Hamid sind auch nicht erwünscht und werden wohl von den selben Institutionen verhindert. Bislang hütet sich Moulawi Abdol-Hamid aber, die Schuldigen beim Namen zu nennen. Von der Sache her ist klar, dass es sich um die sogenannten Sicherheitsorgane handelt.

http://www.radiofarda.com/a/f7-limitations-on-molavi-abdolhamid-trips-inside-and-outside-iran/28318685.html
vom 1. Esfand 1395 (19.02.2017)
a°male mahdudiyathaye safar baraye rouhaniye sarshenase ahle sonnate zahedan

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Vor der Sicherheitsbehörde (Farmandari) der Stadt Gatsch-Saran (Provinz Kuhgiluye und Boyer Ahmad) haben sich rund 100 Hirten und Nomaden versammelt, um dagegen zu protestieren, dass ihnen das Vieh geraubt wird und sich die Behörden überhaupt nicht darum kümmern. So sollen die Nomaden allein im letzten Jahr 2000 Stück Vieh durch Viehdiebe verloren haben.
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=125165
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
°ashayere gachsaran dar e°teraz be na-amni moqabele farmandariye in shahr tajammo° kardand

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Die Firma Sadra ist im Iran ein großer Industriebetrieb. Bau und Reparatur von Schiffen, Terminals von Erdölpipelines, und Bau von Anlagen für Erdöl- und Erdgas an der Küste gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Kein Wunder, dass der Stützpunkt Chatamu l-Anbiya der Revolutionswächter (Pasdaran) des öfteren als Hauptaktionär der Firma auftaucht, denn auf den lukrativen Erdöl- und Erdgassektor hatten es die Revolutionäre stets abgesehen. Man sollte meinen, diese Firma schwimme im Geld, aber nach Medienberichten (s.u.) ist das Gegenteil der Fall, so dass Pläne aufkamen, zumindest den Schiffbaubereich auszugliedern, um die Verluste klein zu halten.
Durch den ständigen Besitzerwechsel ist für Außenstehende schwer zu überprüfen, wer derzeit tatsächlich die Firma kontrolliert. Faktum ist, dass die Firmenleitung derzeit jedenfalls bei den Arbeitern spart und seit Monaten die Löhne nicht ausbezahlt hat. Deshalb haben rund 2000 Arbeitnehmer von Sadra in Buschehr heute vor der Firma gestreikt, aber die Manager hatten es nicht nötig, auch nur mit den Arbeitern zu sprechen. Sie drohten aber damit, diejenigen zu entlassen, die den Streik organisiert hatten, und ließen heute in der Kantine kein Essen austeilen. Von einem „Dialog zwischen Tarifparteien“ weit entfernt, hier bestimmt noch die nackte Gewalt. Und falls die Pasdaran weiter hinter der Firma stecken, ist der Weg ins Gefängnis nicht weit.

http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=125182
vom 2. Esfand 1395 (20. Februar 2017)
nadadane ghad_a va tahdid be exraj, e°teraze do hezar kargare sadra-ye bushehr edame darad

https://fa.wikipedia.org/wiki/%D8%B4%D8%B1%DA%A9%D8%AA_%D8%B5%D9%86%D8%B9%D8%AA%DB%8C_%D8%AF%D8%B1%DB%8C%D8%A7%DB%8C%DB%8C_%D8%A7%DB%8C%D8%B1%D8%A7%D9%86
sherkate san°atiye darya’iye iran
vom 20.02.2017

http://www.dw.com/fa-ir/%D9%82%D8%B1%D8%A7%D8%B1%DA%AF%D8%A7%D9%87-%D8%AE%D8%A7%D8%AA%D9%85%D8%A7%D9%84%D8%A7%D9%86%D8%A8%DB%8C%D8%A7-%DB%8C%DA%A9-%D8%B4%D8%B1%DA%A9%D8%AA-%D8%A8%D8%B2%D8%B1%DA%AF-%D8%AF%D8%B1%DB%8C%D8%A7%DB%8C%DB%8C-%D8%B1%D8%A7-%D9%88%D8%A7%DA%AF%D8%B0%D8%A7%D8%B1-%DA%A9%D8%B1%D8%AF/a-17030617
vom 19.08.2013
qarargahe xatam ol-anbiya yek sherkate bozorge darya’i-ra vagod_ar kard

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Der iranische Regimekritiker Mehdi Chas’ali, der inhaftiert wurde, nachdem er zum Boykott der Revolutionsfeiern vom 22. Bahman (10./11.Februar) aufgerufen hatte, war darauf in den „trockenen Hungerstreik“ getreten. Sein Zustand hatte sich so verschlechtert, dass er schließlich ins Taleqani-Krankenhaus verlegt wurde. Dort erschien jetzt der Gefängnisdirektor des Ewin-Gefängnis, um ihm den Freilassungsbeschluss des Gerichts bekannt zu geben, wie Mehdis Anwalt Mostafa Tork-Hamedani mitteilte. Zumindest in diesem Punkt war der Hungerstreik erfolgreich. Mehdi Chas’ali muss zur Behandlung noch weiter im Krankenhaus bleiben.

http://ir.voanews.com/a/iran-human-rights-khazali/3728986.html
vom 2. Esfand 1395 (20.2.2017)
eblaghe hokme azadiye mehdi xaz°ali dar bimarestan

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Sonntag, 19. Februar 2017

DEMOKRATIEABBAU? DEMOKRATIE ALS BOLLWERK GEGEN RECHTS?

Wie wirken sich Krise und imperialistischer Gegensatz auf die innere Verfaßtheit der USA und der EU-Staaten aus?
Diskussionsseite zu diesen Fragen, Fortsetzung von „Neuere Entwicklungen“.

Dienstag, 14. Februar 2017

Am 13.2.2017 wurde in der Stadt Shadegan (Südiran) ein junger Mann erschossen. Die Ordnungskräfte erlaubten kein öffentliches Begräbnis.

Auf dem Foto ist eine große Menschenmenge zu sehen, die wegen dieses Vorfalls und des Verhaltens der Ordnungskräfte auf die Straße gekommen ist.

In der Provinz Khusestan leben viele Iraner arabischer Abstammung.

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Am 13. Februar 2017 ging der Besuch einer schwedischen Regierungsdelegation letztes Wochenende im Iran durch die Medien.

Von dem Besuch gibt es folgende Aufnahme:

Zu sehen sind der Premierminister und verschiedene Politikerinnen, darunter die schwedische Handelsministerin, wie sie eingekleidet in einen Tschador an einem Empfang in Teheran teilnehmen.

Die NGO UN-Watch und verschiedene Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland haben die Anpassung dieser Delegierten an die iranischen Vorschriften für eine Zwangsverschleierung im Iran kritisiert.

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"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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