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Montag, 08. Februar 2016

Hier die Transkription des im Teheraner Umgangspersisch geschriebenen Liedtexts mit Übersetzung und Link.
Ein Lied, das es sich lohnt, anzuhören, zusammen mit den Begleitfotos aus dem iranischen Parlament.

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/02/208256.php

Ali Sakariyayi und Resa Ehsanpur präsentieren:
Der Typ ist gekommen und will Abgeordneter werden
und der Macker von dir und dem (den andern) werden

er sagt, er sei gekommen, um die Schmerzen zu heilen
ein Vorbild für die künftige Generation zu werden
(Strophe 2x)

die Freude, die der Typ euch wünscht,
der will nicht euch, der will eure Stimmen
warum sollen wir ihn zum Abgeordneten machen?
warum sollen wir ihn zum Verantwortlichen für die Zukunft machen?
als der Typ gekommen ist,
als der unverschämte Kerl gekommen ist,

gekommen ist, um zu genießen,
ach, um zu genießen,
ja, um zu genießen,
Bruder, um zu genießen,
mein Bester, um zu genießen,
um zu genießen und dann zu gehen
(Strophe 2x)

Schade um unsere Stimme, die wir ihm zu Füßen werfen
sind wir denn –
(fern von deiner Seele/deinem Leben =) ohne dich beleidigen zu wollen –
(so einer oder so was – gemeint zum Beispiel) sind wir ein Esel oder eine Kuh?
es gibt so viele Menschen, die besser sind als dieser Typ
gebe Gott, dass die einmal gewinnen

Korrekturlesen und Ordnen des Texts – von Amin

Ali Zakariyayi
wa Reza Ehsanpur
taqdim mikonand
yaru umade mixahad nemayande beshe
hame kareye to wa un bande beshe

mige umade dardaro darmun bokone
d.arb ol-mat_ale naslaye ayande beshe
(Strophe 2x)

del-xoshi ke in yaru shomaharo mixad
shomara nemixad yaru araro mixad
chera nemayandash konim?
mas’ule ayandash konim?
waqti ke yaru umade
un bache por-ru umade

umade halesho
ax halesho
are halesho
dadash halesho
aziz halesho
bebarad berawad
(Strophe 2x)

heyfe ra’ye maha ke be pahash berizim
mage ma dur az junet felanim o chizim
in hame adam hastan ke az yaru saran
inshallah haminha ham tahe kar mibaran

wirayesh wa tanzime matn – amin

http://news.gooya.com/didaniha/archives/2016/02/208256.php

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296 Professoren aus dem ganzen Iran haben einen offenen Brief an Staatspräsident Hassan Rouhani gerichtet, der am Montag, den 8. Februar 2016, auf iranischen Webseiten veröffentlicht wurde.

Die Professoren gratulieren darin zum Erfolg in den Atomverhandlungen, die zur Aufhebung der Sanktionen geführt haben. Sie fordern nun eine vergleichbare Anstrengung im Namen der „nationalen Aussöhnung“, um die Gegensätze im Land ebenfalls auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Ansonsten sei die territoriale Integrität des Irans in Gefahr, wie die Situation in den Nachbarstaaten zeige.

Ohne die Dinge beim Namen zu nennen, fordern die Professoren hiermit, die Interessen der verschiedenen Volksgruppen im Iran zu berücksichtigen, also die der Kurden, Turkmenen, Aseris, Balutschen, Araber und anderer. Auch der Gegensatz zwischen Sunniten und Schiiten wird hier angesprochen, denn im Iran sind auch Sunniten staatlicher Unterdrückung ausgesetzt. Um eine „nationale Aussöhnung“ zu ermöglichen, seien offene Wahlen erforderlich, in denen die verschiedenen Positionen im Wettkampf stünden.

Wenn die Regierung dies nicht garantieren könne, sei es besser, auf deren Abhaltung zu verzichten. Damit ist nicht gemeint, dass die Wahlen nicht stattfinden sollen, denn laut Verfassung wird alle vier Jahre das Parlament gewählt, vielmehr verbirgt sich dahinter die Forderung an den Präsidenten, für den Fall, dass er auf die Streichung so vieler Kandidaten durch den Wächterrat keinen Einfluss nehmen kann, selbst zurückzutreten. Dann läge die Durchführung der Wahlen in der Hand des Religiösen Führers Ajatollah Chamene‘i und der Pasdaran – und wahrscheinlich würde nur ein Bruchteil der Wähler hingehen.

Hassan Rouhani hat mit seinem Vergleich vom Kleiderkauf letztlich schon abgelehnt, was die Professoren fordern. Aber die Analyse trifft zu. Wenn die iranischen Machthaber weiterhin so rücksichtslos gegen die verschiedenen Volks- und Religionsgruppen vorgehen, leisten sie ihren Beitrag zum Zerfall des Landes. Der Irak ist gespalten, Syrien, und es ist denkbar, dass Organisationen wie der Islamische Staat auch versuchen, im Iran Fuß zu fassen.

Quelle:
http://news.gooya.com/politics/archives/2016/02/208282.php

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Wie die iranische Webseite Peykiran berichtet, fanden am vergangenen Freitag (5. Februar 2016) im Iran Manöver „zur Niederschlagung von Arbeiterunruhen“ statt. Klare Worte. Die Wirtschaftspolitik ist am Ende, also bleibt nur noch der Griff zu den Waffen. Und solange die Pasdaran im Iran an der Macht sind, wird auch keine Regierung so etwas wie Wirtschaftspolitik betreiben können.
Hier ein paar Fotos von dem Manöver:

So lachend wird es im Ernstfall nicht zugehen.

Quelle:
http://www.peykeiran.com/Content.aspx?ID=102550

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Kürzlich erklärte der iranische Staatspräsident Hassan Rouhani, dass viele Leute ihn angeschrieben und angesprochen hätten, die mit der massiven Streichung von Reformkandidaten durch den Wächterrat unzufrieden sind. Er äußert sich zu diesem Thema äußerst diplomatisch und meint einerseits, er sei bereit, für das einzustehen, was er sage, aber man müsse auch weiterdenken. Und so wählt er das Beispiel vom Einkauf:
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Geschäft, um Kleidung für Ihr Kind zu kaufen. Es kann sein, dass Sie in dem Laden nicht das finden, was Ihnen vorschwebt. Aber bevor Sie gar nichts einkaufen und das Kind sich nachher erkältet, werden Sie trotzdem eine Wahl treffen und ein Kleidungsstück erwerben, das nicht Ihrem Ideal entspricht. So sei das auch bei den Wahlen. Wer nicht teilnehme und wähle, verliere auf alle Fälle, wer hingehe und seine Stimme abgebe, gewinne wenigstens ein kleines bißchen. Lieber ein kleiner Gewinn als ein sicherer Verlust. Das war sein Fazit angesichts der bevorstehenden Wahlen.
Man merkt, dass er sich sehr zurückhält und auf Zeit spielt. Aber diejenigen, die heute arbeitslos sind und kein Einkommen haben, können nicht auf Zeit spielen, sie würden verhungern.

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Sonntag, 07. Februar 2016

BARGELD ADE?

Seit geraumer Zeit befassen sich mediale Experten und politische Akteure mit der Idee, das Bargeld aus dem Verkehr zu ziehen, und die Bürger auf digitale Zahlung zu verpflichten.

Die dänische Regierung hat sich zum Vorreiter dieser Bewegung gemacht und möchte das erste Land sein, das das Bargeld auf seinem Territorium eliminiert. Dänemark kann sich das leisten, weil es kein Mitglied der Eurozone ist und deshalb Hoheit über das in seinem Lande im Umlauf befindliche Geld behalten hat. Der erste Akt dieser Hoheit ist paradoxerweise das Einstellen der staatlichen Druckerpresse: Dänemark druckt keine Kronen-Scheine und prägt keine Münzen mehr.
Der zweite Schritt geht ebenfalls recht einfach, wenn man ein Staat ist und ein Gewaltmonopol hat: Man verbietet einfach die Barzahlung.
Als erstes wurde in Restaurants, Geschäften für Gwand und an Tankstellen die Barzahlung verboten. Es ist anzunehmen, daß nach einiger Zeit weitere Transaktionen in Bargeld ebenfalls verboten werden. Ob es gelingt, es völlig zu verdrängen, ist noch nicht heraußen, ebensowenig, ob das in anderen Staaten durchführbar ist. Alle Bargeld-Eliminierer schauen inzwischen auf Dänemark, um aus dessen Erfahrungen zu lernen.

Wer sind die Betreiber und wer wären die Gewinner dieser Umgestaltung?

1. die Staaten selbst, einmal in Form ihrer Notenbanken. Mit der Eliminierung von Bargeld würde ein ziemlicher Aufwand und damit auch Kosten wegfallen, die der Bargeldumlauf in der Staatskasse verursacht. Das Drucken von Geld, das möglichst fälschungssicher sein soll, kostet die jeweiligen Notenbanken einiges an Personal, Gerät und Material. (Sie machten allerdings auch lange, vor allem nach 1990, sehr lukrative Geschäfte mit Staaten, die sich ihre Geld von echten Profis drucken ließen.)
Aber auch der Sicherheitsapparat und die Justiz könnten personell verschlankt werden, da einiges an Kriminalität nicht mehr möglich oder lukrativ wäre, vom Geldfälscher über den Einbrecher bis zum Taschendieb.
Schließlich auch in Bezug auf ihre Steuerhoheit. Steuerhinterziehung wäre praktisch unmöglich, weil alle Transaktionen im System erfaßt werden.

2. die Banken. Sie wären endgültig die einzigen Geldbesitzer, weil über ihre Server der gesamte Zahlungsverkehr des Landes abläuft. Ihr Monopol und ihre Systemrelevanz wären damit endgültig erwiesen, und auch Bankenrettungen ließen sich in Zukunft technisch, möglicherweise sogar juristisch noch leichter abwickeln.

Man sieht hier aber auch die Schwachstelle dieser Brave New World, von der Staat und Finanzkapital träumen – es funktioniert nur wirklich, wenn ALLE Staaten bargeldlos unterwegs sind. Sobald einer oder mehrere das bargeldlose System nicht übernehmen, werden sie zu einem Hort für Fluchtgeld. Die bargeldlosen Staaten müßten dann die Überweisungen in Bargeldstaaten verbieten und damit den Warenverkehr mit ihnen unterbinden.

Wer wären die Verlierer oder zumindest negativ Betroffenen des bargeldlosen Verkehrs?

1. alte oder behinderte Leute, die sich auf dieses System nicht mehr umstellen können. Sie würden dann teilentmümdigt und ihnen ein Finanzkurator zur Seite gestellt, der das alles für sie erledigt, wodurch jeder Art von Mißbrauch Tür und Tor geöffnet würden.

2. verschiedene Kriminelle, wie Geldfälscher, Diebe, Drogenhändler, denen ihr Geschäftsmittel abhanden kommt. Die ganze „Schattenwirtschaft“. Auf diesen Effekt ist natürlich die Staatsgewalt besonders scharf.
Dafür schlägt die Stunde der Hacker, die irgendwelche Konten und Server knacken und sich dann ihre Beute irgendwo in einem Bargeldstaat herunterladen, um sie reinzuwaschen und bei Bedarf woanders wieder ins bargeldlose System einzuspeisen.

3. Sparer, Besitzer von Geldvermögen, die dem Bankensystem nicht trauen und ihr Geld lieber in der Matratze lagern oder im Garten vergraben. Dieser Effekt, den Abzug aus Banken zu verhindern, ist vor allem angesichts der Ereignisse der letzten Jahre in Griechenland und Zypern ein gewichtiger Pluspunkt für die Politiker, die Banken retten und Einlagen einkassieren wollen. Wenn nämlich eigentlich die Banken die einzigen autorisierten Geldeigentümer sind, so können die nominellen Eigentümer jederzeit mit einem Knopfdruck enteignet werden.
Die gesamte Eigentumsordnung würde somit von ihrem lästigen Beiwerk, dem Kleinvieh befreit und die Verwandlung von Geld in Kapital wäre gesamtgesellschaftlich abgeschlossen: nur mehr das ist Eigentum, was als Kapital verwertet wird, alles andere ist reines Lehen im Stirnerschen Sinne, eine Art Almosen, das per Gesetz oder Dekret jederzeit wieder zurückgezogen oder unterbunden werden kann.

Die Eliminierung des Bargeldes hätte auch sonst weitreichende Folgen. Das Geld als Maß der Werte, das allen Waren und Dienstleistungen als Preiszettel aufgedrückt ist, wäre endgültig aller materiellen Existenz beraubt und würde zu einem rein ideellen Zwang, dem sich keiner entziehen, dessen sich aber auch niemand mehr ohne weiteres bemachtigen kann. Das heißt, kein Privater, kein Normalverbraucher, auch kein Unternehmer, sondern nur diejenigen, die als Politiker über Macht oder als Bankiers über eine Konzession verfügen.

Auf das oben beschriebene Problem der Universalität oder räumlichen Begrenztheit des bargeldlosen Verkehrs bezogen würde die Eliminierung des Bargelds eine neue Dimension in der imperialistischen Konkurrenz einleiten. Wenn die bargeldlosen Staaten die „Guten“ sind, so sind die Bargeldstaaten die Schurkenstaaten, die mit allen Mitteln bekämpft gehören. Der IWF oder Einzelstaaten könnten Kredite davon abhängig machen, daß der Schuldnerstaat den bargeldlosen Zahlungsverkehr bei sich einführt.

Schließlich entsteht eine Art neue Klasse oder Kaste von Sicherheitsbeamten, die versuchen, das bargeldlose System ihres Staates sicherzustellen und die Bargeldsysteme der Verweigererstaaten zu beschädigen, um sie auf diese Art und Weise in das bargeldlose System zu zwingen. Professionelle Cyberwarriors.

Marx nannte das Geld einmal das „reale Gemeinwesen“, weil über das Geld die verschiedensten Akteure der Gesellschaft miteinander und auch mit den Mittellosen, der Manövriermasse von Staat und Kapital zusammenhängen.
Bargeldlos würde dieser Zwangszusammenhang noch viel drückender, eben gerade dadurch, daß er gar nicht mehr greifbar, sondern nur noch virtuell wäre.

Samstag, 06. Februar 2016

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Donnerstag, 04. Februar 2016

Geoffrey McDonald hatte mit Datum 18.12.2015 auch schon einen Artikel zu Bernie Sanders, dem für US-Verhältnisse vergleichsweise weniger rechten Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei, geschrieben, auch in Counterpunch.

Geoffrey McDonald, der Verantwortliche für die Webseite Ruthless Criticism (sozusagen dem US-amerikanischen GegenStandpunkt), hat einen Artikel in Counterpunch untergebracht:
„The Malheur Occupation and the Land Question“
Es geht zentral um die Entwicklung der Eigentumsfrage, das Verhältnis von Staat und Privateigentümern und der Ultrarechten in den USA.

 


"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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