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Mittwoch, 20. August 2014

Interview von Ramon Schack auf Telepolis am 09.03.2014
„Zu seinem 90. Geburtstag warf der Journalist einen Blick auf sein Leben und auch auf die Krise in der Ukraine (Auszug)

Peter Scholl-Latour: Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.

Inwiefern?

Peter Scholl-Latour: Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.

Halten Sie die Entwicklung für gefährlich?

Peter Scholl-Latour: Ja, vor allem auch für die EU. Ich frage mich, was sich die EU von einer Annäherung der Ukraine erhofft. In Brüssel sollte man sich besser auf eine Konzentration und Konsolidierung ausrichten, statt die Ausweitung nach Osten voranzutreiben. Schon mit der Aufnahme Rumäniens und Bulgariens haben sich die Kommissare in Brüssel übernommen. Käme nun noch die Republik von Kiew hinzu, wo von den Tataren die Wurzeln des heutigen Russlands gelegt wurden und die Bekehrung zum Christentum stattfand, dann würde das aufgeblähte Territorium der fragilen Europäischen Union bis rund dreihundert Kilometer an jenes Schlachtfeld heranrücken, das unter dem Namen Stalingrad berühmt wurde.“

Das hat mich dann doch überrascht, das ausgerechnet von so einem zu lesen.

Bei Facebook fand das dann prompt die naheliegenden Reaktionen:

A:Tja, das Tragische ist, dass der Typ durchaus einige Sachen verstanden hat, aber nie von seinem (EU-) nationalem Standpunkt abgerückt ist. Da wird dann leider selbst das richtige Urteil über eine Sache auch nur interessant in Bezug darauf, ob das denn gut oder schlecht für die EU bzw. Deutschland sei.

U:Und schon damit ist er viel weiter als die allermeisten, die auf bundespolitischer Ebene Verantwortung tragen. Egal mit welcher verbalen Attitüde sie unterwegs sind. …

Dienstag, 19. August 2014

“Die Vorrangstellung des Westens ist zu Ende”: Zum Tod Peter Scholl-Latours ein gutes Interview mit ihm aus dem Jahr 2009. “Sieben Mythen über die Hamas”: ein vortrefflicher, mutiger Artikel, der als einer der wenigen in deutscher Sprache die rhetorischen und … Weiterlesen

Das sind alles nur Mätzchen, Genossen; für den sozialen Kampf brauchen wir gute Laboratorien.
(»Der Chemiker«, zitiert nach Victor Serge)

Seit gut einem dreiviertel Jahr gibt es in Leipzig ein »Communistisches Labor« – die Translib ist Bibliothek, Organisations- und Diskussionsplattform in einem. Was ein communistisches Labor ist, warum ihr Attribut mit c geschrieben wird und einige andere Fragen haben Leute von der Translib in einem Interview mit der Leipziger Stadtteilzeitung 3Viertel+ beantwortet. Anfang des Jahres fanden in der Translib zwei Diskussionsveranstaltungen statt, die wir im Folgenden dokumentieren:

1.) Diskussion des Koalitionspapiers

Um ein Selbstverständnis ihres Vorhabens zu finden und ein Kritikprogramm zu umreißen, haben die Leute, die in der Translib organisiert sind, ein Koalitionspapier geschrieben. Es geht darin um Klassengesellschaft, Ideologie und Fetischismus, Kritik, Kommunismus und Wissenschaft sowie das Geschlechterverhältnis. Einige Leute von der Translib haben das Koalitionspapier eingesprochen:

    Download: via AArchiv (mp3; 70.6 MB; 1:13:33 h)

Im Januar dieses Jahres lud die Translib dazu ein, das Koalitionspapier zu diskutieren. Der Begriff der libidinösen Ökonomie, der im Koalitionsbegriff verwendete Gesellschafts- und Klassenbegriff, das Nord-Süd-Verhältnis, die Frage nach dem Vorrang theoretischer Bildung und die Probleme, die der Konzeption einer Planwirtschaft innewohnen, waren die wichtigsten Diskussionspunkte.

Im Januar haben wir in die translib eingeladen, um öffentlich über unser Koalitionspapier zu diskutieren. Obwohl wir keine Präsentation vorbereitet hatten, entspann sich eine dreistündige Diskussion, mal heiter, mal zäh, mal konfrontativ. Es gibt ziemlich viele Ähms, Irgendwies und Sozusagens, aber das sich durch diese Hemmnisse hindurch entfaltende Gespräch ist trotzdem nicht ganz uninteressant. [via]

    Download (via AArchiv): Teil 1 (mp3; 50.8 MB; 55:28 min) | Teil 2 (mp3; 59.1 MB; 1:04:36 h) | Teil 3 (mp3; 52.7 MB; 57:31 min)

2.) Diskussion der Scherbentheorie

Im Juli 2012 haben einige Individuen aus dem ehemaligen Club für sich einen Text mit dem Titel „Scherbentheorie“ veröffentlicht. Der Text versucht den gegenwärtigen Zustand der radikalen Linken zu erfassen und kritisiert die Organisationsform der Gruppe. In einer Ausgabe der Radiosendung „Wutpilger-Streifzüge“ wurde dieser Text eingesprochen und kann hier (mit etwas Punkrock garniert) nachgehört werden:

    Download: via Mediafire (mp3; 55.4 MB; 1 h)

Im Februar 2014 wurde die Scherbentheorie in der Translib zur Diskussion gestellt. Kann das Bild der Scherbe zu einem adäquaten Verständnis der Mängel der gegenwärtigen linksradikalen Praxisformen beitragen? Oder wird damit suggeriert, man müsste nur ein ehemals heiles Ganzes einfach wieder zusammenfügen? Was meint der Text, wenn er proklamiert, dass der Totalität der bürgerlichen Welt eine neue kommunistische Totalität entegengesetzt werden müsse? Diese und ähnliche Fragen wurden bei dieser Zusammenkunft diskutiert. Die Translib hat zur Veranstaltung einige Thesen und einen Reader vorbereitet.

Im Februar luden wir ein zur Diskussion der Scherbentheorie, einer 2012 verfassten Broschüre, die versucht, eine prinzipielle Kritik an der (radikalen) Linken zu formulieren. Im Fokus stehen insbesondere ihre organisatorischen und kommunikativen Formen, sowie die Zersplitterung in diverse einander mit Ignoranz, Argwohn und Verachtung begegnende, spezialistisch bornierte Grüppchen und Fraktionen. Diese Kritik interessierte anscheinend sehr viele Leute, denn der Raum war ziemlich überlaufen an diesem Abend. Am Ende schien niemand mit dem Text wirklich glücklich zu sein, wofür es auch manchen guten Grund gibt. [via]

    Download: via AArchiv (mp3; 118,9 MB; 2:09:54 h)
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Montag, 18. August 2014

Zu den Folgen der Wahl der Hindu-Nationalist_innen in Indien schreibe ich auf suedasien.info.

Sonntag, 17. August 2014

Vermitteln lässt sich das nur insofern, als dass man unmusikalischen Menschen etwas über Symphonien, Kindern über Orgasmen oder Farbenblinden etwas über Malerei erzählen kann und hofft, dass die eigene Darstellungskraft so aussagefähig ist, dass sie etwas vermittelt, das selbst erlebt werden muss. Das polarisierte und das ultraviolette Licht, der Duft der Kräuter, die dünne Luft, derv permanente Kampf mit dem inneren Schweinehund, das ständige Sich-Selbst-in-Frage-Stellen,...

Gebetsfahnen begleiten die Bergsteiger von Kraftplätzen aus bei ihrem Aufstieg. Ob es hilft? Ich kann alles brauchen.

Es ist schon klar, dass Landschaften an der Grenze zwischen Wildnis und Weidewirtschaft etwas Anderes sind als öffentliche Parks. Und es mag ja wirklich Sinn machen, Herdenschutzhunde als Wächter gegen Wölfe und Bären einzusetzen, damit auf deren Bejagung verzichtet werden kann. Die Schafe allerdings ziehen sich zum Teil in Zonen zurück, in denen ihnen weder Hüte- noch Schutzhunde folgen und wo sie mit ihren fliegenden Feinden alleine sind (gibt es überhaupt adlerverbellende...

Samstag, 16. August 2014

Die Berliner Initiative gegen Abschiebehaft setzt sich seit 20 Jahren gegen Abschiebehaft ein. Unter anderem besuchen sie auch Menschen, die im Abschiebegewahrsam einsitzen. In den letzten Jahren waren das in Berlin wenige, aber im letzten Monat hat sich das schlagartig geändert. Nach dem BGH-Urteil, dass Abschiebehäftlinge nicht im normalen Justivvollzugsanstalten sitzen dürfen, wird der weitgehend leere und völlig überdimensionierte Berliner Abschiebegewahrsam für...

Freitag, 15. August 2014

http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen

Senatsvertreter_innen behaupten, dass die Flüchtlinge aus der Ohlauer und vom Oranienplatz sich an Vereinbarungen halten und deswegen ihre Situation so schlecht ist. Die taz berlin berichtet, wie andersrum ein Schuh draus wird. Der Senat zeigt keinerlei Willen sich auch nur im mindesten an die Vereinbarungen zu halten und setzt unwahre Behauptungen in die Welt, um die Flüchtlinge zu diskreditieren. Denen wird derweilen deutlich, dass sie vom Senat auf kein Entgegenkommen hoffen können...

Der Countdown läuft: Am 19. September kommt es im deutschen Bundesrat zu einer Entscheidung, die wegweisend für die deutsche Flüchtlings- und Asylpolitik sein wird. Es geht darum, ob Asylanträge von Bürgerinnen und Bürgern aus Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien in Zukunft im Schnellverfahren abgelehnt werden, weil diese Staaten angeblich „sichere Herkunftsstaaten“ seien. So möchte es die Bundesregierung. Verhindern können das PolitikerInnen...

Mittwoch, 13. August 2014

Ja leider ist unser Universum endlich. Das Ende des Universums ist heute schon unabänderlich festgeschrieben, da hilft nichts. In Hundert Quintilliarden Jahren ist es so weit, unwiderruflich.

Betrieben mit Holzhackschnitzeln aus nachhaltiger Forstwirtschaft, hauptsächlich Totholz-Verwertung. Außerdem gibt es hier noch eine Fließwasser-Turbine. So geht es auch.

Der hängt nun wirklich jeden Landrover und jede G-Klasse an der Böschung ab, kostet aber nicht mehr als mancher Kleinwagen. Die Geländetauglichkeitsklasse liegt so zwischen Unimog und Pistenraupe.

 


"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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