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Samstag, 22. November 2014

https://www.youtube.com/watch?v=GxOL0vM8z7o

https://www.youtube.com/watch?v=VxIfc-s8y9Y http://en.wikipedia.org/wiki/Mansour_Osanlou https://www.youtube.com/watch?v=SNocyz1NRjA

Freitag, 21. November 2014

Mbolo's Nigerian Embassy Appeal on Police Terrorism - Prosecution Terror on Oury Jalloh Activists http://thevoiceforum.org/node/3783 RACIST POLICE TERROR – LEGAL IMPUNITY – JURIDICAL CRIMINALIZATION Unlawful police brutalities and connected juridical prosecutions have been accompanying our struggles for self-determination in this country ever since. This continuously repeating history has led us to realize: there is more beyond these brutalities and repressions that kill, hurt...

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/590021/Schwarzer-Peter-Spiel-in-der-Roten-Flora Hervorzuheben ist das hier: "Die Enthüllungen über die Datensammelwut des US-Geheimdienstes NSA haben ebenfalls das Bewusstsein der Normalbürger dafür geschärft, dass im Grunde jeder unter Beobachtung stehen kann. Und die besondere Brisanz im Spitzelfall der Roten Flora rührt auch daher, dass Iris P., die unter dem Decknamen Iris Schneider agierte, sich nicht nur als engagiertes...

Donnerstag, 20. November 2014

Es ist mir sowas von scheißegal, ob mich jetzt jemand als verfassungsfeindlich oder gewaltverherrlichend bezeichnet, dann bin ich das eben, aber in der aktuellen Situation ist die kurdische Guerrilla die vernünftigste Alternative. https://www.youtube.com/watch?v=LyjSW1E9PvI https://www.youtube.com/watch?v=6M4v5w_ptuA https://www.youtube.com/watch?v=BYSXh7j6494

Die Auswirkungen der Jahrhundertkatastrophe wirken ja noch fort: https://www.youtube.com/watch?v=2IPwQ2Dqlmo

Der 17. November ist zwar jetzt schon ein paar Tage her, dennoch möchte ich daran erinnern, dass an diesem Tag meine Kommilitonin und Genossin Conny Wessmann von Beamten des Göttinger Zivilen Streifenkommandos in den Tod gejagt wurde. Mir läuft es kalt über denn Rücken, wenn es in diesem Song "nach dem Aufschlag" heißt. http://www.youtube.com/watch?v=fgCOUO-s8nY http://che2001.blogger.de/stories/970268/ https://www.youtube.com/watch?v=HA2Uc9R8CBo http://netbitch1.twoday.net/stories/1575267/ Und...

Mittwoch, 19. November 2014

hier zwei Homepages von Einzelpersonen, die engagierte Menschen dabei unterstützten (wollen) ihre Energie in Projekte für Flüchtlinge zu stecken. das erste Projekt sammelt Flüchtlings- und Willkommens-Initiativen und kurze Angaben zu deren "Aufgaben", Projekten, Zielen und erstellt damit eine Deutschland-weite Karte, sodass Menschen, die etwas tun wollen Ansprechpartner_innen einfacher finden können. Wie kann ich helfen? Solch eine Übersicht ist wirklich toll und hilfreich...

Dienstag, 18. November 2014

Gholamreza Takhti (*1930 – †1968), war ein iranischer Freistilringer der zu seiner Zeit äußerst populär war. Aus einfachen Verhältnissen stammend, schaffte er es in kurzer Zeit zur Weltmeisterschaft (1951) und gewann bei vier Olympischen Spielen Gold- und Silbermedaillen. Sein Tod im Jahr 1968 kam überraschend und seine Umstände sind bis heute nicht geklärt. Es heisst, der iranische Geheimdienst SAVAK hätte ihn ermordet. An seiner Beerdigung in einem kleinen Ort 20 km östlich von Teheran nahmen ca. 1 Mio. Menschen teil. Damals war das eine große Überraschung, nicht nur für die iranische Regierung sondern auch für Opposition.

Mohammad Ali Fardin (*1930 – †2000) war ebenfalls ein starker iranischer Freistilringer, der an der Weltmeisterschaft in Tokio 1954 und bei den Olympischen Spielen 1956 große Erfolge feiern konnte. Nach seiner Zeit als Ringer setzte er seine Karriere als Schauspieler fort und spielte in zahlreichen iranischen Spielfilmen mit. Unter der islamischen Republik fiel er in Ungnade und konnte keinen einzigen Film mehr drehen. Wiederum völlig überraschend nahmen mehr als hunderttausend Menschen an seinem Begräbnis im Jahr 2000 teil.

Mahvash (*1920 – †1961) war eine berühmte iranische Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin in der Zeit des Schahs. Sie stammte ebenfalls aus einer armen Familie und hatte zeitlebens ein offenes Herz für die Bedürftigen. In jungen Jahren musste sie als Prostituierte arbeiten, später wurde sie eine bekannte Darstellerin auf Teherans Bühnen. Sie errang bei den breiten Massen tiefe Bewunderung indem sie in ihren Liedern die Probleme, Schwierigkeiten und Frustrationen der einfachen Menschen ausdrückte, die sie selbst nur allzu gut kannte. Unglaubliche ca. 1 Mio. Menschen Menschen kamen zu ihrer Beerdigung, worauf niemand vorbereitet war.

Morteza Pashaei (*1984 – †2014) war ein iranischer Sänger, Komponist und Popstar, der erst vor vier Tagen, am 14.11.2014, verstorben ist. Nach seinem Studium des Grafik-Designs an der Azad Universität begann er eine Musikkarriere, mit Liedern, die er zunächst im Internet über Youtube verbreitete. Vor etwa einem Jahr wurde bei ihm Bauchkrebs diagnostiziert und seine Konzerte wurden abgesagt. An seiner Beerdigung nahmen Millionen Menschen im ganzen Iran teil. Die Straßen waren voll, der Verkehr in Teheran und anderen Städten brach zusammen.

Dieses Phänomen veranlasste einen Ayatollah gestern zu folgender Aussage: „Was haben wir in den letzten 26 Jahren gemacht, dass wenn ein Geistlicher aus unseren Kreisen stirbt, die Menschen Witze machen und sich freuen, während bei einem 30-jährigen jungen Menschen, der sich in einem islamischen System unislamisch verhalten hat (er meint, Popmusik und Singen überhaupt sei unislamisch) Millionen Menschen sehr höflich zu seiner Beerdigung auf die Straße kommen und dem iranischen Geheimdienst und der Polizei einen unkontrollierbaren und schweren Tag bescheren. … Wir müssen uns schämen …

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Weißt du, hier sind wir im Iran.

Hier hat keiner das Recht zu reden.

Wem sein Leben lieb ist, der hält den Mund.

Hier hat jeder seinen Preis, alles ist käuflich.

Hier gibt in der Politik der Islam den Ton an.

Hier ist Dritte Welt, da stellt man auch Gott in Frage.

Hier ist alles verboten, hier wird alles mit Gewalt gelöst.

Die Parole hier heißt: Warum miteinander reden,

wenn es sich doch alles im Streit lösen lässt?

Hier schweigen selbst die Lämmer.

(Gedicht von Negar, ein 12-jähriges iranisches Mädchen)

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Die Reaktionen im Vorfeld der Demonstration der Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) in Köln am 26. Oktober 2014 schwankten vielfach zwischen Desinteresse, Abwiegeln und für irrelevant Erklären. Trotz Hinweisen seitens besser informierter Antifagruppen nahmen Sicherheitsbehörden und das Potenzial der rechten Mobilisierung nicht ernst.

Insofern war es ein Schock für alle: Für viele Linke, die ebenfalls die rechte Gefahr unterschätzt hatten, aber auch für die Polizei, die völlig unterbesetzt und schlecht vorbereitet die rassistischen Ausschreitungen nicht eindämmen konnte und zum Teil selbst Opfer der Nazigewalt wurde. Kaum überraschend erklärten die gleichen Medien, die im Vorfeld nicht über HoGeSa berichtet hatten, die Ereignisse jetzt zum Skandal.

Inzwischen wird fleißig analysiert, welche Nazikader aus welchen Regionen bei der HoGeSa-Demonstration beteiligt waren, welche Hooligangruppen sich für oder gegen HoGeSa aussprechen und wo die nächsten Aufmärsche zu erwarten sind. Im Folgenden soll es aber nicht um diese sinnvolle Arbeit gehen, sondern um eine perspektivische Lücke der deutschen Linken, die die Schockerfahrung erklären kann.

Weiterlesen: analyse & kritik (Nr. 599, 18.11.2014)

Um gegen Islamismus sinnvoll agieren zu können, braucht es eine Verständigung darüber, was unter Islamismus verstanden wird. Bisher krankt eine linke emanzipatorische Antwort auf den Islamismus daran, dass munter zwischen Islamismus, konservativen Islamvorstellungen und Religiosität bei MuslimInnen gesprungen wird. Parallel werden ebenfalls die Situation in Deutschland, die Situation in autoritären Staaten mit muslimischer Bevölkerung, die Aktivitäten konservativer islamischer Verbände aller Art und die Angriffe von dschihadistischen Organisationen zu einem einheitlichen Brei zusammengerührt.
Islamismus ist erst einmal nur die Vorstellung, dass »der« Islam als Leitbild für politische Entscheidungen dienen soll. Es gibt innerhalb der vielen islamistischen Strömungen unterschiedliche Definitionen dessen, was »der« Islam ist und auf welche Texte und Traditionen Bezug genommen werden kann. Ebenso gibt es kein einheitliches Verständnis darüber, ob »der« Islam ausschließlich und allein als Rechtsquelle dient, nur als grobe Orientierung oder lediglich als eine symbolische Legitimationskraft – ohne reale Auswirkungen auf die politische Praxis. Nicht zuletzt müsste zwischen unterschiedlichen islamistischen AkteurInnenen unterschieden werden. Ein islamistischer Staat verfügt über andere Mittel und Ressourcen als eine islamistische Organisation in einem nicht islamistischen Staat oder einzelne IslamistInnen.
Diese einfachen Grundsätze der Differenzierung, die bei anderen Ideologien und AkteurInnen selbstverständlich sind, fallen merkwürdigerweise bei linken Debatten über den Islamismus vielfach weg. Niemand würde ernsthaft die Evangelische Kirche in Deutschland, die Lord’s Resistance Army und fundamentalische LebensschützerInnen in den USA als eine zusammenhängende Front beschreiben. Anders beim Islamismus: Da wird von der Staatsrepression im Iran über die IS-Angriffe in Nordsyrien bis hin zur Zunahme von konservativen Islamvorstellungen unter deutschen MuslimInnen eine Linie gezogen.
Ebenso müsste im Einzelnen genau benannt werden, welche islamistischen Aktivitäten genau aus einer linken und emanzipatorischen Perspektive ein Problem darstellen. Also, gegen was genau möchte man handeln? Daraus leitet sich ab, wie man handelt. Wenn ich gegen die Rekrutierung von KämpferInnen für dschihadistische Organisationen agieren will, ist meine Praxis eine andere, als wenn ich Menschenrechtsverletzungen in islamistischen Staaten kritisieren.

Kein Bündnis mit falschen FreundInnen

Ein weiteres zentrales Problem beim bisherigen linken Umgang mit Islamismus ist, dass im Kampf gegen Islamismus Bündnisse mit rechten und sogar rassistischen AkteurInnen geschlossen werden und wenig beachtet wird, wieweit die eigenen Positionen gegen Islamismus einem weit verbreiteten antimuslimischen Rassismus in die Hände spielen. Denn die Übergänge zwischen Kritik am Islamismus, genereller Islamfeindschaft und Feindschaft gegen MuslimInnen sind fließend.
Hierbei wäre es hilfreich, zur Kenntnis zu nehmen, dass die islamistischen Praxen mehrheitlich auf MuslimInnen zielen und in Gegenstrategien zum Islamismus diese Betroffenen zu wenig zu Wort kommen – jenseits der Rolle als stimmlose und passive Opfer. So sorgt auch im Jahr 2014 die Existenz von AkteurInnen, die sich als links und muslimisch verstehen, für erstaunte Blicke – etwa auf die »Antikapitalistischen Muslime« aus der Türkei. Das zeigt, wie wenig Wissen über MuslimInnen innerhalb der deutschen Linken existiert – von Austausch und Kooperation ganz zu schweigen.

In: analyse & kritik (Nr. 599, 18.11.2014)

Montag, 17. November 2014

Recht wohltuend lesen sich einzelne Passagen in Pascal Beuckers Kritik der Linkspartei für ihr kollektives Versagen – nicht nur die einen, auch die anderen, und die in der Mitte auch! – in Sachen Blumenthal/Sheen. In Zeiten, da es in der Betrachtung der Vorgänge in Israel-Palästina anscheinend nur darum zu gehen scheint, auf der irgendwie richtigen Seite […]


Die ersten Menschen versammeln sich vor dem Krankenhaus nach dem Tod von Mortesa Pascha‘i

Vergangene Woche ist der iranische Popmusiker Mortesa Pascha‘i im Alter von 30 Jahren an Bauchkrebs gestorben. Es war kein verbotener Sänger, auch im staatlichen Fernsehen durfte er mitunter auftreten, auch wenn das Regime generell nicht viel von Popmusik hält. Seine Lieder waren eher traurig, aber sehr beliebt.


Der Sarg kommt in den Menschenmassen nicht mehr weiter, junge Gesichter, sie machen Handyfotos

Das führte dazu, dass schon kurz nach Bekanntwerden seines Todes in Teheran, Maschhad, Qaswin, Schiras, Isfahan, Hamedan, Kermanschah, Ahwas, Sandschan, Yasd und Semnan sowie in vielen kleineren Städten Menschen mit Kerzen auf die Straßen gingen und einige seiner Lieder sangen. Im Gegensatz zu dem, was sonst bei Trauerfeiern üblich ist, klatschten sie mancherorts dabei auch in die Hände. An manchen Orten reagierte die Polizei verständnisvoll und ließ die Menge gewähren, an anderen, wie Maschhad, schritt sie ein und verhaftete eine Anzahl von Trauernden.


Keine Kundgebung – alles Trauernde!

Es waren so viele Menschen auf die Straßen gekommen, dass am jeweiligen Ort der Verkehr zum Erliegen kam. Klar ist, dass nicht das Regime hierzu aufgerufen hatte. Auch die Angehörigen des Verstorbenen hatten die Bevölkerung per Radio aufgerufen, nach Hause zu gehen und keine Parolen zu rufen.


Poster, von Hand ausgedruckt

Woher kamen die Menschen dann? Nun – Internet und SMS sind im Iran schon so stark vertreten, dass der Informationsfluss auf diesem Weg nicht mehr in der Hand der Regierung liegt, das einzige, was sie tun kann, ist die Geschwindigkeit des Internets herabzusetzen. Auffällig war auch, dass die Menschen überall Fotos von Mortesa Pascha‘i in der Hand hielten. Auch dies ein Zeichen, dass genügend Menschen zu Hause einen kleinen Drucker besitzen, so dass keine staatlich kontrollierte Drucker das unterbinden kann.

Es kam so weit, dass der Tote in der Nacht begraben wurde, weil der Totenzug sonst gar nicht auf der Straße vorangekommen wäre.
Die Staatsanwaltschaft von Qaswin und andere Machtorgane sprachen natürlich gleich davon, dass diese Trauerfeiern vom bösen Ausland angezettelt worden seien.


Beerdigung bei Nacht

Aber Faktum ist, dass der Staat wie auch die Opposition im Inland und Ausland von diesem Ausmaß an Sympathie für den Sänger überrascht waren.
Viele Zeitungen im Iran schrieben, dass dieses spontane Auftreten der Menschenmengen nicht nur überraschend war, sondern auch einen Grund zum Nachdenken bietet.
In „Tabnak“ erschien am 16. November 2014 ein interessanter Artikel unter dem Titel „Ramzgosha‘i-ye ruznameha az tawajjoh-e bi-sabeqe-ye jame°e be dar-gozasht-e xanande-ye jawan“ („Die Zeitungen lüften das Geheimnis der unvergleichlichen Anteilnahme der Gesellschaft am Tod eines jungen Sängers“).

Wir kennen unser Volk nicht
Tabnak weist darauf hin, dass diese spontanen Kundgebungen sowohl für die „Elite“ (gemeint sind die Machthaber) wie auch für die politischen Parteien völlig überraschend kamen. Überraschend, weil sie das Volk nicht mehr kennen. Ihre Ideen und Vorbilder haben sich weit von dem entfernt, was die heutige Generation beschäftigt. So ist es kein Wunder, dass auch viele der Trauernden unter 30 waren. Ohne Namen zu nennen, schreibt Tabnak, dass diese Generation nichts mehr mit den Gedanken der Ajatollahs am Hut hat, aber auch die traditionellen Parteien, die Monarchisten, die Kommunisten u.s.w. prägen ihr Denken nicht mehr. Diese Generation ist sich selbst Vorbild. Mortesa Pascha‘i war einer der Ihren. Die Reaktion auf seinen Tod war keine Kundgebung, es geht nicht um den Sturz irgendeines Regimes, Mortesa Pascha‘i war ein Sänger, der ihre Gefühle angesprochen hat. Und diese Gefühle haben sie jetzt auf die Straße getragen.


Es gibt einen, der nicht mehr ist…

Die verbrannte Generation
Nasle suxte – Die verbrannte Generation, so nennt Tabnak diese Jugend, die in ihren besten Jahren die vollen Schläge der Wirtschaftskrise, die kulturelle Enge, die sozialen Probleme durchmachen muss und sich mit Zähnen und Klauen wehren muss, um am Leben zu bleiben. Die Elite hat sie bislang schlicht und einfach ignoriert. Jetzt ist sie aus dem Staub aufgetaucht, unter dem sie begraben war. Auferstanden von den Toten.

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Ist das jetzt der Erfolg des kulturellen Dialogs mit dem Iran? Man könnte fast meinen links im Bild sei ein Kreuz (auch wenn es ein Baugerüst ist).

Am Samstag, den 15. November 2014,wurden auf der Küstenpromenade (Bulwar-e Saheli) von Bandar-Abbas drei Männer öffentlich hingerichtet. Ihnen wurde Diebstahl, Vergewaltigung und Taschendiebstahl zur Last gelegt.


und die Minarette dürfen natürlich nicht fehlen:
La dschabr fi d-din – Es gibt keinen Zwang in der Religion – wie man sieht, lässt sich der Koran genauso dehnbar deuten wir andere religiöse Texte.

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Pasdar-General Mohammad Resa Naqdi

Mohammad Resa Naqdi, Vorsitzender der Bassidschi-Milizen, erklärte am 17.11.2014 in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur FARS, dass die Bassidschi-Milizen 22 Million Mitglieder umfassten (bei einer Bevölkerung von 75 Millionen Einwohner – das glaubt er ja selber nicht!).
Weiter spricht er von 2000 Bassidschi-Kampf-Einheiten, die seit einem Jahr darin geschult würden, den Kampf zur „Durchsetzung des religiös Gebotenen und zur Unterbindung des religiös Verbotenen“ (amr be ma°ruf wa nahy az monker) durchzuführen.
Auch wenn die Ajatollahs zornig werden, aber im iranischen Kontext kann man das nur so verstehen, dass sie geschult wurden, wie man Frauen Säure ins Gesicht schüttet. Eine Woche zuvor hatte das iranische Parlament einen Beschluss gefasst, dass es Aufgabe der Bassidschis sei, „Kulturarbeit und die Durchsetzung des religiös Gebotenen sowie zur Unterbindung des religiös Verbotenen auf mündlicher Basis“ durchzuführen. Sollen sie die Säure mit dem Mund ausspucken?
Mohammad Resa Naqdi wäre freilich auch ohne den Parlamentsbeschluss gut zurecht gekommen. Gegenüber der Nachrichtenagentur FARS erklärte er nämlich: „Wenn es auch kein Gesetz zur Durchsetzung des religiös Gebotenen und zur Unterbindung des religiös Verbotenen gäbe, wären wir trotzdem verpflichtet, dies durchzuführen, denn die Durchsetzung des religiös Gebotenen ist göttliches Gesetz, das im Koran erwähnt wird.“

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Im Zentralgefängnis von Sahedan (Region Sistan und Balutschestan) wurden am vergangenen Samstag zwei junge Männer hingerichtet. Beide waren unter dem Vorwurf der Zugehörigkeit zu regimekritischen Gruppen als sogenannte „Feinde des Islams“ zum Tode verurteilt worden.
Mahmud Schah-Bachsch, der ca. 25 Jahre alt war, war drei Jahre lang im Zentralgefängnis von Sahedan gefangen gehalten worden und unter Folter gezwungen worden, vor laufender Kamera ein „Geständnis“ abzulegen.
Wahid Schah-Bachsch, der zum Zeitpunkt der Hinrichtung ca. 27 Jahre alt war, hat schon fast vier Jahre im Zentralgefängnis von Sahedan hinter sich.
Beide wurden im Gefängnishof am Galgen aufgehängt.

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Protestveranstaltung an der Internationalen Hochschule in Qaswin

Am Montag, den 10. November 2014, haben Studentinnen und Studenten der internationalen Hochschule von Qaswin eine Protestveranstaltung gegen die Säureattentate auf „unislamisch“ gekleidete Frauen im Iran abgehalten und ein Flugblatt dazu verteilt. Darin weisen sie darauf hin, dass die Attentäter bis heute, einen Monat später, noch immer nicht gefasst wurden, während sozial aktive Menschen rasch im Gefängnis landen.

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"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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