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Freitag, 31. Oktober 2014

via Assoziation Dämmerung

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Michael Braun schreibt in der taz über den gesellschaftlich akzeptierten Antiziganismus in Italien. Anlass ist die Ankündigung eines linken Bürgermeisters, getrennte Buslinien für Roma einzuführen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Anfang September fanden in Leipzig knapp 3000 Menschen zusammen, um über das Wachstum der kapitalistischen Ökonomie zu diskutieren. „Degrowth“ hieß die Konferenz, deren Tenor auch über Leipzig hinaus zu vernehmen war: Trotz Wachstumsdogma geht es den Leuten beschissen. Stattdessen solle die Schrumpfung von Produktion und Konsum ein Leben ohne Angst und Zwang ermöglichen. Kritikerinnen, allen voran aus dem Umfeld der translib, warfen ein, dass keiner der Ansätze von Degrowth ein besseres Leben herbeiführen wird. Man wolle den Kapitalismus gesund schrumpfen, träume den Traum einer „natürlichen Wirtschaftsordnung“, eines Kapitalismus mit menschlichen Antlitz. Man predige Verzichtsideologie, Asketismus, während die Schrumpfung in Griechenland, Spanien und anderswo, längst angeordnete Realität ist. Die Gruppe Kritische Intervention aus Halle fragte ebenfalls danach, woher die Attraktivität eines solchen Spektakels rührt und hat Ulrich Schuster und Lydia Jacobi (Roter Salon, Leipzig) eingeladen, um über den Gehalt und die Übergänge der Postwachstums- und Konsumkritikbewegung in affirmative Denk- und Verhaltensweisen zu sprechen. Dabei kritisieren die Beiden die Postwachstumsbewegung und Konsumkritik als Teil einer immanenten Bestätigung des schlechten Bestehenden, als Vorreiter des Kapitalismus.

Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft, vegetarische und vegane Kost, fair gehandelte Produkte, sauberer Strom, Tauschbörsen und Aufrufe zum Shoppingverzicht – der Trend geht zum kritischen Konsumbewusstsein. Längst hat Konsum- und Wachstumskritik die Nischen des politischen Aktionismus und der Subkultur verlassen. Die im September in Leipzig durchgeführte degrowth-Konferenz wurde nicht nur von etablierten Stiftungen und staatsnahen Bildungseinrichtungen unterstützt, es kamen auch Tausende, um dabei zu sein.
Doch worauf zielt eine Bewegung, deren Aufrufe zum Maßhalten und Verzicht die ohnehin gestressten Individuen zu mehr Selbstkontrolle anhalten? Was kommt heraus, wenn sich die Kritik nicht gegen Standortkonkurrenz und Mehrwertproduktion wendet, sondern glaubt das kapitalistische Wachstumsmonster durch „Widerstand gegen sich selbst“ und gelebte Utopien besänftigen zu können?
Gegenüber der Aufmotzung der als Spektakel daherkommenden Konsumkritik zur Befreiungsperspektive ist Skepsis angebracht. Doch worauf läuft sie hinaus? Dem Unbehagen an den negativen Folgen der kapitalistischen Warenwelt für den Menschen und dem Wunsch, nachhaltig zu leben, lässt sich angesichts der Produktion von Giftmüll und minderwertigen Lebensmitteln und im Wissen um den Raubbau an Naturressourcen nicht jegliches kritisches Potential absprechen.

    Download: via AArchiv (mp3)

Vor dem Referat sprach Radio Corax mit einem der Referenten, mit Ulrich Schuster.

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Die taz berlin kritisiert, dass der Asylprotest medial als Ursache für die Haushaltssperre in Friedrichshain-Kreuzberg ausgeschlachtet wird. Dabei entwickelt sie vier Gegenargumente: Haushaltssperren gibt es auch in anderen Bezirken, darüber wird aber nicht (so viel) berichtet. Haushaltssperren gab es in den letzten fünf Jahren viermal in Friedrichshain-Kreuzberg. Sie gehören also zu den Standardinstrumenten der Bezirkspolitik. Nur ein Teil der Mehrausgaben wurde durch die Asylproteste...

Dienstag, 28. Oktober 2014

Die Linkje.SDS Berlin bietet im Rahmen ihres politischen Semesterplans für das Wintersemester 2014/15 in Berlin folgende Veranstaltung an:

TTIP stoppen: Eine Kritik am Freihandelsabkommen

mit: Michael Heinrich (Autor von „Wie das Marxsche Kapital lesen?“)
an der Humboldt-Universität
Mittwoch, 29. Oktober 2014, 18 Uhr

Der Vortrag, den Peter Decker am 23.10.2014 in Nürnberg gehalten hat zum Thema „Was von Marx zu lernen wäre:Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus“, ist jetzt bei Youtube als Video online, der Mitschnitt als mp3-Datei bei argudiss.

Montag, 27. Oktober 2014


An der südiranischen Küste, im Fischereihafen Sar-Abad (bei Kanarak), sind große Teppiche von toten Sardinen zu beobachten. Es stinkt entsprechend. Während die Fischer die Schleppnetz-Trawler für verantwortlich halten, behauptet der Direktor der Fischereibehörde der Provinz Sistan und Balutschistan Mohsen Ali Golestani, schuld am Fischsterben sei eine Algenkrankheit und verschmutzte Meeresströmungen.

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In drei iranischen Provinzen – Fars (Hauptstadt Schiras), Gilan (Hauptstadt Raschd), und Isfahan – haben die Revolutionswächter vor über einem Monat eine Reihe von Personen verhaftet, die über Facebook Nachrichten verbreiteten.
Der Vorwurf gegen sie lautet: „Verbreitung von Lügen und Gerüchten, Zusammenarbeit mit dem Ausland.“
Seit ihrer Verhaftung haben die Angehörigen keine Information erhalten, was mit ihren Angehörigen geschehen ist. In einigen Fällen wurden solche Aktivisten gezwungen, vor dem Fernsehen ein „Geständnis“ abzulegen, sie hätten mit dem Ausland zusammengearbeitet.

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Ajatollah Ahmad Chatami

Ajatollah Ahmad Chatami, Mitglied des Expertenrats und Freitagsprediger in Teheran, ein einflussreicher Geistlicher, hat jetzt ebenfalls zu den Säureattentaten Stellung genommen. Er bezeichnete die Säureattentate als „Werk von Einzeltätern“, die allerdings sozial schädlich seien, weil sie den Ruf der Islamischen Republik gefährdeten. Seine Schlussfolgerung lautet aber nicht, dass die Ajatollahs und Prediger, die mit bestimmten Code-Begriffen „Aufforderung zur Einhaltung der religiösen Gebote und Unterbindung ihrer Verletzung“ (Amr be ma‘ruf wa nahy az monker) zu diesen Gewalttaten aufrufen, wegen Anstiftung zu einem Verbrechen vor Gericht gestellt werden sollen. Ganz im Gegenteil. Er verlangt, dass die Justiz gegen alle Medien und Webseiten vorgeht, die „ohne Dokumente“ eine Verbindung zwischen diesen codierten Aufrufen zur Gewaltjustiz und den Gewalttätern herstellen.
Wie heißt es so schön? Wer die schlechte Nachricht überbringt, muss geköpft werden!

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Nasrin Sotude, eine bekannte iranische Rechtsanwältin, die mit dem Sacharow-Preis ausgezeichnet wurde, hielt kürzlich einen Sitzstreik ab, um gegen die ständige Verfolgung Andersdenkender im Iran zu protestieren. Die Sicherheitskräfte schritten nach einigen Stunden dagegen ein, beschlagnahmten die Kamera eines französischen Reporters, löschten die Bilder vom Sitzstreik und gab ihm die Kamera wieder zurück.

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Maschhad ist ein religiöses Zentrum im Iran, denn dort liegt das Grab von Imam Resa, des 8. Imams nach dem Propheten Muhammad.
Selbst in diesem konservativen Milieu kam es vergangenen Samstag zu einer Protestkundgebung von Frauen gegen die jüngsten Säureattentate, die namentlich in Isfahan verübt wurden. Erst versammelten sich dreißig bis vierzig Frauen im Volkspark (Park-e Mellat), dann wurden sie von der Polizei auf die Straße hinausgedrängt, wo sich ihnen weitere Frauen anschlossen, so dass schließlich fast neunzig Frauen schweigend gegen die Praxis Säureattentate demonstrierten. Fast halb so viel Polizisten – aber keine Polizistin! – bewachten die Demonstration und versuchten schließlich, sie mit Knüppeln und gewaltsamem Auftreten aufzulösen.

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Sonntag, 26. Oktober 2014

Kürzlich war in der Nachbarschaft ein lautes Tschingderassabum zu hören. Der G. dachte an eine Feier von Fußballfans, ich eher an eine Demo. Kurz und gut, ich ging zum Nachschauen, und es stellte sich heraus, dass das eine türkische Hochzeit war. Die Musik wurde nur von zwei Männern mit einer Schalmei und einer Trommel gespielt, das reichte aber schon aus. Tanz im Reigen und Bauchtanz, über Hundert ausgelassene Menschen, richtig schön. Schöne Frauen in tollen...

Samstag, 25. Oktober 2014

Die taz, dass der Vfl Bochum finanziell angeschlagen ist. Er hat 7,5 Millionen Euro Schulden. Er hat auch eine Männerfußballmannschaft in der zweiten Liga. Die will einen neuen Spieler. Und der kostet 150.000 Euro. Also muss Geld her. Die Lösung in Bochum hiess: die Frauenabteilung schliessen. Die taz zititert: "Finanzvorstand Wilken Engelbracht erklärte den Mitgliedern detailliert die schwierige Lage: „Wir sind ein Verein, der finanziell auf Kante genäht ist.“...

 


"People demand freedom of speech as a compensation for the freedom of thought which they seldom use." (Sören Kierkegaard)

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