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von che2001 am Mittwoch, 19. Juni 2013 09:46
TAK – Theater Aufbau Kreuzberg im Aufbau Haus
Prinzenstraße 85 F – Eingang über Prinzenhof, 10969 Berlin
http://www.theater-aufbau-kreuzberg.de/?p=17&t=2&id=117
Rosenwinkel
Boat People Projekt
Ein surrealistisches und dabei sehr aktuelles Theaterstück über Roma, die in Deutschland in der Duldung leben und von der Abschiebung bedroht sind. Aktuell soll das jüngste Ensemble-Mitglied, die dreizehnjährige Anita Osmani, mit ihrer Familie nach Kosovo...
von Neoprene am Mittwoch, 19. Juni 2013 06:57
On Monday the Guardian carried a story that British intelligence had spied on delegates at two G20 summits, those chaired by Gordon Brown in 2009. Laptops and mobile phones had been hacked, and internet cafes installed and bugged. With many of the same heads of government gathering for the G8 summit in Northern Ireland, the story was, to put it mildly, sensational.
The source was the American whistleblower, Edward Snowden, whose revelations about the US National Security Agency had been running in the Guardian and Washington Post for a week. It was initially hinted at by other British media but was covered by a D-notice (warning against publishing anything that could damage national security) from the government.
It vanished from general view. When the foreign secretary, William Hague, was questioned by the BBC on Monday, no mention was made of the affair. The media has been bidden to ignore the story and has done so. This was despite it running in leading newspapers round the world, from America and Europe to China and Russia.
aus dem Guardian vom 19.6.2013
von che2001 am Dienstag, 18. Juni 2013 14:43
AMNESTY INTERNATIONAL / PRESSEMITTEILUNG
AMNESTY: EUROPA MUSS MEHR FÜR SYRISCHE FLÜCHTLINGE TUN / NEUES EUROPÄISCHES
ASYLSYSTEM ERLAUBT ZUVIELE NATIONALE AUSNAMEN ZU LASTEN VON ASYLSUCHENDEN
BERLIN, 18.06.2013 – „In Europa wird gerne vergessen, dass achtzig Prozent
der Flüchtlinge von Entwicklungsländern aufgenommen werden“, sagt Franziska
Vilmar, Asylexpertin von Amnesty International anlässlich des diesjährigen
Weltflüchtlingstags am...
von LizaGrünbaum am Dienstag, 18. Juni 2013 07:01
Hier werden neue Arbeitszeitmodelle geübt, Menschen flexibilisiert, das Chefduzen erlernt, die Kreativität und der Spaß ausgebeutet: (subkulturelle) Nischen. Ein Feature von Radio Corax, welches einen Artikel aus Testcard #19 vertont, unter der Frage „Was blüht (uns) in der Nische?“ Hörenswert gerade beim Blick auf jene Versuche, die sich – bei der Suche nach dem guten Leben – in den jämmerlichen Gegebenheiten des Kapitalismus einrichten. Download: via AA (mp3; 0:25 h; 34 MB)
Tags: Feature, Kapitalismus, Radio Corax, Subkultur, Testcard
von che2001 am Montag, 17. Juni 2013 22:27
http://lila-podcast.de/lila001-feministischer-fruhling/
von che2001 am Montag, 17. Juni 2013 22:13
Juristische Kriminalisierung von Menschenrechtsaktivisten nach massiver
Polizeigewalt bei der Besetzung der nigerianischen Botschaft am 15.10.2012 – Polizeiübergriffe sollen ignoriert werden
Am morgigen Dienstag, den 18.6.2013 beginnt der erste Prozess gegen einen Aktivisten, der bei dem Protest während der Besetzung der
nigerianischen Botschaft am 15.10.2012 anwesend war. Thomas Ndindah wird seitens der Staatsanwaltschaft vorgeworfen „…einem Amtsträger, der zur...
von che2001 am Montag, 17. Juni 2013 21:31
Assange, NSA, Großbritannien, BND, CZ.... Die Dienste sind einfach internationale Spitzelklasse. Alle Mann ans Kuvert!
von Administrator am Montag, 17. Juni 2013 17:34
Ein iranischer Kommentator beurteilt den Wahlausgang so: Der Sieger ist eine eingefärbte Krähe – diesmal mit lila Farbe, statt mit grün, und dem Volk wird sie als Hahn (der rote Kamm der Revolution!) oder als Pfau (die Monarchie lässt grüßen) verkauft.
Die Wahlingenieure haben das gut hingekriegt, meint er. So haben sie erst Ajatollah Rafsandschani ins Rennen geschickt, der gar zum Kritiker und Gegner von Ajatollah Chamene‘i mutierte, und ihn dann bei der Vorauswahl scheitern lassen. Dann kam die reduzierte Auswahl, und diesmal durfte Hassan Rouhani die Stafette von Rafsandschani übernehmen und mit dessen Segen als Träger der Reformhoffnungen ins Rennen gehen. Der Trick zog, und viele, die vorher gar nicht wählen gehen wollten, seien an die Urne gegangen. Die Iraner, die sich jetzt umarmten und den Sieg von Rouhani feierten, seien nur zu bedauern.
Denn es werde sich nichts bessern. Dazu müsste sich die Atompolitik des Landes ändern, und dazu sei Ajatollah Chamene‘i nicht bereit. Und ohne Änderung der Atompolitik blieben auch die Sanktionen in Kraft.
Auch in der Innenpolitik sehe es nicht besser aus. Wer auf die Öffnung der Gefängnisse und die Achtung der Menschenrechte hoffe, vergesse eins. Wenn das Regime die Tür auch nur einen Spalt weit öffne, könne sie die Flut nicht mehr eindämmen und das ganze System werde weggeschwemmt. Deshalb sei auch diese Hoffnung vergeblich.
Die Wahlen im Iran glichen immer mehr den Fußballweltmeisterschaften, die das Publikum am Fernseher verfolge. Alle vier Jahre wird gespielt, man zieht bunte Kleidung an, feiert und tanzt auf der Straße und geht dann wieder nach Hause. Bis vier Jahre später der nächste Gaukler in neuer Farbe auftritt.
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von Administrator am Montag, 17. Juni 2013 17:18
Hossein Schari‘atmadari, Herausgeber der Teheraner Zeitung „Keyhan“, ein Sprachrohr des Religiösen Führers, stellt in seiner jüngsten Ausgabe die Frage, was es denn nach dem Wahlsieg von Hassan Rouhani zu feiern gebe. Erstens sei Hassan Rouhani als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats und des Rats zur Wahrung der Interessen des Systems auch in dieses politische System eingebunden, zweitens habe nach dem iranischen Grundgesetz, Artikel 110, der Religiöse Führer als einziger die Kompetenz, die politischen Leitlinien zu bestimmen, und niemand sonst. Und schließlich seien da der Innenminister, der Geheimdienst, die Bassidschi-Milizen und die Pasdaran, die darüber wachten, dass die Verfassung eingehalten werde. Die Bassidschis und Hisbollahis, die göttlichen und revolutionäre Kräfte hätten im Lande das erste – und letzte – Wort.
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von Administrator am Montag, 17. Juni 2013 17:17
So bezeichnet Mohammad Nurisade die Wahl von Hassan Rouhani zum neuen Präsidenten, die ein fast totes System weitere vier Jahre am Leben halten soll.
Mohammad Nurisade war ein eingefleischter Anhänger der Islamischen Republik Iran, er war als Pasdar (Revolutionswächter) Teil des staatlichen Systems. Nach der Wahlfälschung und Unterdrückung von 2009 entwickelte er sich zum Kritiker, wurde inhaftiert und dann als „verrückt“ wieder freigelassen. Er veröffentlicht seitdem immer wieder kritische Kommentare über die Entwicklung im Lande, oft in der Form eines offenen Briefs an Ajatollah Chamene‘i. Was meint er zum Wahlsieg von Hassan Rouhani?
Die Last der Atombombe
Wie Nurisade sagt, tritt Hassan Rouhani ein schweres Erbe an. Er muss versuchen, die Beziehungen zum Westen wieder ins Lot zu bringen, und dazu ist es erforderlich, diesen davon zu überzeugen, dass der Iran keine Atombombe bauen will. Dies wird ihm schwerfallen. Denn am Atomprogramm sind einige Akteure beteiligt, und es hat auch viel Geld gekostet, die Technologie für den Bau ins Land zu holen. Das will man nicht einfach aufs Spiel setzen, indem man Kontrollen zulässt. Da müssten auch die Pasdaran einwilligen. Und immerhin würde eine Kontrolle auch ans Licht bringen, dass das, was der Iran als Technologie importiert hat, weit über dem liegt, was für ein Atomprogramm zum Betrieb von Atomkraftwerken erforderlich wäre. Nurisade ist skeptisch, dass Rouhani sich in dieser Sache gegenüber den Betreibern des Atomprogramms durchsetzen kann, will aber nicht ausschließen, dass der Druck von außen die Beteiligten schließlich zum Nachgeben zwingt.
Die Wirtschaftskatastrophe
Nurisade hat auch starke Zweifel, wie Rouhani die Wirtschaft wieder in Gang bringen will, etwas, worauf die arbeitslose Bevölkerung sehnlichst wartet. Acht Jahre Zerstörung können nicht in zwei Monaten wieder gut gemacht werden, wie Nurisade schreibt. Wer die Wirtschaft in Gang bringen wolle, müsse sich mit den Pasdaran und dem Amt des Religiösen Führers anlegen, und selbst wenn Gott auf den Plan träte, würde er das nicht schaffen. Auch hundert Chatamis und hundert Rafsandschanis könnten die Probleme nicht lösen, die dieses Wirtschaftssystem erzeuge.
Freiheit auf Raten?
Ein weiterer Punkt, der für die Bevölkerung wichtig sei, sei die Freilassung der früheren Präsidentschaftskandidaten Karubi und Mussawi und der ganzen politischen Gefangenen. Nach den Wahlen hätten die Leute gerufen: „Ihr habt uns die Stimme gestohlen, wieso gebt ihr sie uns nur auf Raten wieder?“
Die Erwartungen der Bevölkerung sind viel größer als das, was Rouhani und die Reformisten leisten will. Immerhin will Nurisade nicht ausschließen, dass es im Laufe der kommenden sechs Monate schrittweise zu Freilassungen kommt.
Schluss mit der Diktatur des Rechtsgelehrten
So formuliert Nurisade es nicht, aber er meint das gleiche. Er weist darauf hin, dass in privaten Gesprächen und in Internetdebatten überall die Frage gestellt wird, wieso ein einziger Mensch alles entscheiden soll. Das bezieht sich auf den Religiösen Führer und das Prinzip der Herrschaft des Rechtsgelehrten. Nurisade bemerkt zu Recht, dass Rouhani auch nicht im Ansatz die Herrschaft des Führers in Frage stellt. Der Grund ist einfach. Weder er noch die Reformisten wollen das System ändern – sie wollen teilhaben, sie wollen auf der Herrscherbank sitzen. Und so arrangieren sie sich. Die Forderungen des Volks lauten anders.
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von Juli am Montag, 17. Juni 2013 17:09
Vortrag von Ernst Lohoff
Samstag den 29.06.2013 – 18:00 Uhr
Haus der Evangelischen Kirche Aachen
“Wir leben über unsere Verhältnisse”
Einwand:
“Wir sind zu reich für den Kapitalismus”
Nicht “Wer ist schuld an der Krise?” sondern “Was ist schuld an der Krise?” fragen Ernst Lohoff und Norbert Trenkle von www.krisis.org in ihrem neuen Buch und entwickeln anhand dieser Frage eine wesentlich fundiertere Kapitalismuskritik als sie gemeinhin in linken Kreisen anzutreffen ist. Die Kapitalverwertung selbst ist unter den Bedingungen der mikroelektronischen Produktivkraftrevolution in eine substanzielle Krise geraten. Im Kapitel „Massenausfall – Wie der Kapitalismus an seiner eigenen Produktivität erstickt” setzt sich Norbert Trenkle mit Positionen auseinander, die diesen Sachverhalt nicht wahrhaben wollen.
“Einwände!” ist eine Veranstaltungsreihe von Attac-Aachen in Kooperation mit LOGOI (Institut für Philosophie und Diskurs), der Volkshochschule Aachen, Occupy Aachen und EkiR (Evangelische Kirche im Rheinland).
Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe laden wir regelmäßig Referenten ein, die die verschiedenen Aspekte der Krise (Wirtschaftspolitik, Demokratie, Alternativen usw.) auf neue Weise beleuchten. Ziel ist es, mit gängigen Klischees, Vorurteilen und Missverständnissen rund um das Thema „Krise“ aufzuräumen und gängige Denkmuster zu durchbrechen.
Veranstaltungsort:
Haus der Evangelischen Kirche.
Aachen, Frère-Roger-Straße 8-10

von Administrator am Montag, 17. Juni 2013 17:06
Bei den Präsidentschaftswahlen im Iran am 14. Juni 2013 hat Hodschatol-Eslam Hassan Rouhani die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten. Laut amtlichen Angaben waren es 18 Millionen Stimmen (50,7% der abgegebenen Stimmen). Als zweiter folgte der Oberbürgermeister von Teheran und Pasdar-General Bagher Qalibaf mit 6 Millionen Stimmen (17% der abgegebenen Stimmen), als dritter Sa‘id Dschalili mit 4 Millionen Stimmen (11% der abgegebenen Stimmen), als vierter Mohsen Resa‘i mit 3,8 Millionen Stimmen (10,5%), als fünfter Ali-Akbar Welayati mit 2,2 Millionen Stimmen (6%) und als letzter Gharasi mit 0,4 Millionen Stimmen (1%), der Rest von ca. 3% waren ungültige Stimmen.
Die ersten Drei Rouhani, Qalibaf und Dschalili entsprechen der Vorhersage der Pasdaran-Nachrichtenagentur Fars, nur nicht in der angekündigten Reihenfolge.
Wenn alle gratulieren
Nach der amtlichen Bekanntgabe des Wahlergebnisses häuften sich die Gratulationen:
Der Religiöse Führer Ajatollah Chamene‘i gratulierte dem Wahlsieger Hodschatol-Eslam Hassan Rouhani.
Die Pasdaran (Revolutionswächter) gratulierten dem Wahlsieger.
Der Parlamentspräsident Ali Laridschani gratulierte dem Wahlsieger.
Der Vertreter des Religiösen Führers bei den Bassidschi-Milizen gratulierte dem Wahlsieger.
47 politische Gefangene aus dem Ewin-Gefängnis in Teheran gratulierten dem Wahlsieger.
Die reformistischen Gruppen im Iran gratulierten dem Wahlsieger.
Die kommunistische Tudeh-Partei im Iran gratulierte dem Wahlsieger.
Der Vorsitzende des Wächterrats Ajatollah Dschannati gratulierte dem Wahlsieger.
Der vom Wächterrat von den Wahlen ausgeschlossene Kandidat Ajatollah Rafsandschani gratulierte dem Wahlsieger mit einem spöttischen Seitenhieb gegen die „sturen Köpfe“ – gemeint sind die Pasdaran und Ajatollah Chamene‘i.
Die führenden Politiker der EU gratuliertem dem Wahlsieger.
Und auf den Straßen vieler verschiedener Städte des Irans feierte die Bevölkerung mit Tänzen und Musik den Sieg von Hassan Rouhani.
Geht wählen, weil Ihr Iraner seid!
Die Gründe, warum so viele Iraner an diesen Wahlen teilgenommen haben, sind nicht zu letzt in der wirksamen Werbung des Regimes zu sehen. So wurden die Iraner aufgefordert, wählen zu gehen, um das Land vor einem drohenden Krieg zu retten und die wirtschaftliche Katastrophe abzuwenden. Und am letzten Tag vor den Wahlen zog Ajatollah Chamene‘i, der Religiöse Führer, auch noch die nationalistische Karte. Er meinte: „Auch wenn ihr gegen die islamische Regierung seid, egal welcher Volksgruppe ihr angehört, aber geht wählen, weil ihr Iraner seid!“
Wahlen ohne Ende
Eigentlich hätten die Wahlen am Freitag, den 14. Juni, um 18 Uhr beendet sein sollen. Aber um 18 Uhr wurde eine Verlängerung bekannt gegeben, die immer wieder um 1 bis 2 Stunden verlängert wurde. In der Wahlnacht gab die Zentrale Wahlkommission schließlich bekannt, die Wahllokale dürften erst geschlossen werden, wenn sie ausdrücklich dazu aufgefordert würden. So war es 23 Uhr, als die Wahllokale geschlossen wurde. Außerdem gab der Sprecher des Wächterrats Kadchoda‘i bekannt, dass niemand außer dem iranischen Innenministerium das Recht habe, irgendwelche Wahlergebnisse zu veröffentlichen, auch nicht von einzelnen Wahlkreisen.
Fünf Stunden hinter den Kulissen
Was geschah in den fünf Stunden, bis die Wahllokale wirklich geschlossen wurde? Es ist immerhin ungewöhnlich, während des Wahlvorgangs die Regeln des Spiels zu ändern. Das ist auch nicht die einzige Ungewöhnlichkeit. Wer demokratische Wahlen kennt, weiß, dass mit der Auszählung der Stimmen erst nach Abschluss der Wahlen begonnen wird, weil das Bekanntwerden der Stimmverhältnisse während des Wahlvorgangs es ermöglicht, die Ergebnisse noch zu beeinflussen. Die iranischen „Wahlingenieure“ haben mit so etwas keine Probleme. So gab das iranische Innenministerium schon während des Nachmittags Ergebnisse der Auszählung der bis dahin abgegebenen Stimmen aus einzelnen Wahlkreisen bekannt, so dass zumindest im Innenministerium schon vor 18 Uhr der Trend bekannt war. Und dieser Trend war für verschiedene Machtgruppen unerfreulich: Weder Dschalili, der Kandidat von Ajatollah Chamene‘i, noch Qalibaf, der Kandidat der Pasdaran, hatten ausreichend Stimmen erhalten, um auch nur einen zweiten Wahlgang zu ermöglichen. Die Verlängerung der Wahlen war nötig, damit sich Wächterrat (als Vertreter der Interessen des Religiösen Führers) und die Pasdaran über das weitere Vorgehen einigen konnten. Eine Option war, die Stimmen von Dschalili und Qalibaf so hochzutreiben, dass Hassan Rouhani in der ersten Wahlrunde nicht über die 50%- Grenze käme und ein zweiter Wahlgang notwendig würde, bei dem dann einer von beiden – Dschalili oder Qalibaf – gegen Rouhani antreten sollte. Aber genau in diesem Punkt konnten sich die Gegner nicht einigen. So kam es schließlich, dass Wächterrat und Pasdaran sich an Ajatollah Chamene‘i wandten, um das weitere Verfahren abzustimmen. Dieser befand, dass die Gefahren, die bei einer zweiten Wahlrunde drohen, viel größer sind, als wenn man jetzt Rouhani gewinnen lässt und die Wahlen beendet. Das benötigte Zeit. Und offensichtlich nicht nur die Zeit von 18 bis 23 Uhr, sondern noch einiges mehr, denn auch die amtliche Bekanntgabe der Wahlergebnisse erfolgte nicht wie vom Innenministerium angekündigt noch am Freitag abend, sondern erst ab 4 Uhr morgens am darauf folgenden Samstag.
Die kleine Überraschung
Es war möglicherweise nur eine Kleinigkeit, die zu diesem für die Wahlingenieure so unerfreulichen Ergebnis geführt haben. Denn während auf der Seite der sogenannten Prinzipialisten (Fundamentalisten) mehrere Pferde im Rennen waren – Sa‘id Dschalili, Bagher Qalibaf, Mohsen Resa‘i und Ali-Akbar Welajati – waren auf der Seite, die angeblich den Reformern nahesteht, zwei zu finden – Mohammad-Resa Aref und Hassan Rouhani. Und Aref gab am letzten Tag vor den Wahlen auf, wegen der Schikanen, mit denen er im Wahlkampf konfrontiert wurde. Das führte dazu, dass diejenigen Wähler, die reformfreundlich gesinnt waren, ihre Stimme nur einem Kandidaten geben konnten, nämlich Hassan Rouhani. Und das wiederum hatte zur Folge, dass er gleich in der ersten Runde über die 50% kam, so dass eine manipulierte zweite Runde nicht in Frage kam, wenn man das Ergebnis nicht massiv umkrempeln wollte. Dass die über 50% von Rouhani keine bloße Wahlmanipulation sind, kann man daran erkennen, dass nach der Bekanntgabe des Ergebnisses allein in Teheran an die 700.000 Menschen auf die Straßen strömten, um den Sieg zu feiern. Wäre der Sieg das Ergebnis einer massiven Fälschung, wären die Leute zum Protest auf die Straße gegangen, und nicht zum zu feiern und zu tanzen.
Sieg der Salamitaktik
Damit die Freude der Bevölkerung nicht zu einer massiveren Bewegung ausufert, haben die Staatsorgane die Verlängerung der Wahlzeit und das Herauszögern der Bekanntgabe sinnvoll genutzt. An den kritischen Orten haben sie bewaffnete Kräfte stationiert, um eingreifen zu können, falls es kritisch werden sollte. Und die Ergebnisse wurden auch nicht auf einmal bekannt gegeben, sondern erst stückweise, aus dem einen Wahlkreis, dann aus dem andern, so dass die Freude zeitlich abgestuft und damit besser kontrollierbar wurde. In Tabris kam es am Samstagabend zu einer Freudenfeier über den Sieg von Rouhani, die am 22:30 durch das Eingreifen von Polizei und Pasdaran gewaltsam beendet wurde. Es kam zu Festnahmen, die Opfer wurden zur Geheimdienstzentrale der Pasdaran in Tabris gebracht, wo ihnen Verhöre drohen.
Warnung der Pasdaran an Rouhani
Zwei Tage nach dem Wahlsieg veröffentlichte die Pasdaran-Zeitung Dschawan („Jung“) einen Artikel, in dem kritisiert wurde, dass bei den Festen und Tänzen der Bevölkerung nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses die „Gefühle der Bevölkerung nicht kontrolliert wurden“. So seien Parolen gerufen worden, die systemzersetzend seien, z.B. „Jetzt habe ich mir die Stimme zurückgeholt, auch wenn’s spät ist“ (gemeint ist die Wahlfälschung von 2009), „Freilassung der politischen Gefangenen“, „Mussawi und Karubi müssen freigelassen werden“. Die Pasdaran-Zeitung fordert Hassan Rouhani auf, so etwas nicht zuzulassen und seine Anhänger darauf hinzuweisen, dass solche Parolen den Interessen des Feindes entgegen kommen.
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von che2001 am Montag, 17. Juni 2013 10:26
Wolfang F. (Name geändert) ein älterer Herr, war gerade auf dem Weg ins Bett, als seine Frau ihn darauf aufmerksam machte, dass er das Licht im Carport hat brennen lassen.
Besagter Wolfgang öffnete die Tür zum Wintergarten, um das Licht im... Carport auszuschalten, sah dann aber, dass im Carport Einbrecher dabei waren, Geräte zu stehlen.
Er rief die Polizei an, wo man ihn fragte, ob die Einbrecher auch bei ihm im Wohnhaus wären.
Er sagte: "Nein, aber da sind Einbrecher...
von che2001 am Sonntag, 16. Juni 2013 16:08
Helgoland über die Kliffkante klettternd betreten, nachdem die Anreise per Muskelkraft über die Nordsee im Seekajak stattgefunden hat. Unmöglich?
Nein, ein Kinderspiel verglichen mit dem, was Ines da geleistet hat. Und da ich so in etwa weiß was sie als Nächstes im Schilde führt freue ich mich schon mal drauf.
http://www.climax-magazine.com/problog-ines-papert-gelingen-erstbegehungen-in-senja/
von MondoPrinte am Sonntag, 16. Juni 2013 11:26
Es ist immer so eine Sache, wenn den Sieger der iranischen Wahlen, Ruhani, in westlichen Gefilden als Reformer zu deklarieren. Das amtliche Endergebnis aus Teheran steht noch gar nicht fest, da warnt Israels Premierminister Netanyahu schon wieder davor, die iranische … Weiterlesen →
von MondoPrinte am Sonntag, 16. Juni 2013 11:24
Schlimme Nachrichten für all jene, denen es nicht schnell genug gehen kann und konnte, Irans Bombe durch Bomben zu stoppen: Erstens: Nach acht Jahren Hitlers Wiedergänger revisited, Tarnname Ahmadinejad, übernimmt nun der Reformer Ruhani das Amt des iranischen Staatspräsidenten. In … Weiterlesen →
von Ernst am Sonntag, 16. Juni 2013 08:43
Nackte Gewalt – Die Übermacht der Verhältnisse und die Sprachlosigkeit der Kritik (I)
In dieser Woche begann in Berlin eine vielversprechende Veranstaltungsreihe, deren erster Teil im Folgenden dokumentiert wird. Es handelt sich um einen sehr einführenden Vortrag zur Kritischen Theorie. Nina Rabuza und Martin Mettin geben anhand »klassischer Texte« Kerngedanken Horkheimers, Benjamins und Adornos wieder. Im einzelnen geht es um Traditionelle und kritische Theorie (Horkheimer), Benjamins Geschichtsthesen, die Dialektik der Aufklärung (Horkheimer/Adorno) und Adornos Reflexionen zur Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden in der Negativen Dialektik.
Download: mp3 via AArchiv (0:54 h, 31 MB) | mp3/ogg via Archive.org
Die weiteren Termine im Überblick (Vorträge finden donnerstags um 19:30 Uhr in der HU statt):
- Arne Kellermann, Fetzen kritischer Theorie in Zeiten konstitutiver Überflüssigkeit. Zur Stellung der Überbleibsel des Denkens zum stacheligen Objekt – 20. Juni 2013
- Jordi Maiso, Gegenwärtige Vorgeschichte: Versuch einer Standortbestimmung – 27. Juni 2013 + Tagesseminar am Folgetag
- Joachim Bruhn, Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt. Vor dem Ausnahmezustand des Kapitals – 5. Juli 2013 + Tagesseminar am Folgetag zu Kritik und Krise. Der Anfang des Marxschen Kapital und das Ende der kapitalisierten Gesellschaft
- Lea Bendemann, »Wirf‘ weg, damit Du gewinnst«. Metaphysik bei Adorno – 11. Juli 2013
- Sebastian Tränkle, »Sagen, was sich eigentlich nicht sagen lässt«. Über Sprachlosigkeit und materialistische Sprachkritik – 18. Juli 2013
Ankündigungstext zum Vortrag:
Die Kritische Theorie der Gesellschaft, wie Max Horkheimer in seinem Aufsatz »Traditionelle und kritische Theorie« schreibt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die realen gesellschaftlichen Verhältnissen zu analysieren und die Frage nach der Möglichkeit von Freiheit zu stellen, deren Verwirklichung heute unmöglich erscheinen muss. Die Spannung zwischen der Hoffnung auf Glück und Freiheit und deren verpasster Verwirklichung stellt eine paradoxe Grundfigur der Kritischen Theorie dar. Der Vortrag möchte diese und einige weitere Motive des Kritischen Denkens, insbesondere Theodor W. Adornos, Max Horkheimers und Walter Benjamins, einführend beleuchten.
Ankündigungstext der Reihe:
Die Gegenwart ist in Nachfolge des »Zeitalters der Extreme« (Eric Hobsbawm) nicht weniger extrem geworden. Im Gegenteil erweist sie sich als Verwalterin der Barbarei des 20. Jahrhunderts. Was ist damit gemeint? Der künstlich hergestellte Hunger, den kein Mensch mehr leiden müsste, an dem kein Mensch mehr zugrunde gehen müsste – nach Jean Ziegler, UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, könnten mittels der heutigen Weltlandwirtschaft 12 Milliarden Menschen ernährt werden –, lastet als Schuld auf jedem, der heute der puren Existenz durch Zufälligkeit sich entrang. Den Heeren der Menschen ohne Arbeit, die unter unwürdigen Bedingungen ihr Leben fristen, stehen die Massen der working poor und der ungezählten Überstunden, die Tendenz zum Karōshi, entgegen. Die gesellschaftliche Untätigkeit wäre ebenso unnötig wie die leere Hyperaktivität der vom burn out Bedrohten, beides äußert sich im somatischen Symptom als Leiden der schon überflüssigen oder der noch gehetzten Kreatur. Bedingung ist der gnadenlose Wirtschaftskrieg der Nationen, der seit dem Verschwinden der Sowjetunion global ausgetragen wird. Diesem Krieg fallen die letzten sozialen Errungenschaften, die den Einzelmenschen vor der direkten Verelendung bewahren konnten, zum Opfer. Der Wirtschaftskrieg ist aber keine reine Metapher, die Aufrüstung der Nationen ist ein elementarer Bestandteil dessen. Die Militärhaushalte sind auf höchstem Niveau, die Kriegswirtschaft läuft in Permanenz und die weltweiten Waffenarsenale platzen aus allen Nähten. Warnte Albert Einstein vor über 60 Jahren davor, dass eine Wasserstoffbombe alles Leben auf der Erde vernichten könnte, so steht die Menschheit heute vor einem offensichtlichen overkill-Szenario. Die Apokalypse rückt aus dem Bereich der Metaphysik in die Wirklichkeit. Die kulturindustrielle Integration fürs konformistische Bewusstsein folgt auf dem Fuß – von Emmerich-Filmen bis zur AXE-Werbung. Dass, wo die Zerstörung der Humanität sich praktisch durchsetzt, die Kulturindustrie nur beredetes Schweigen anbietet, ist kein Zufall. Die kulturindustrielle »Codierung des Holocaust« (Detlev Claussen) zeigt, wie aus der Vermischung von Bildvorstellungen mit bildungsbürgerlicher Konkursmasse eine trivialisierende Rationalisierung entsteht. Jede sogenannte humanitäre Katastrophe wird mittels der Aufdringlichkeit der Bilder auf Abstand vom Verstand gehalten. Auch das Ende des blutigen Kolonialsystem und das Ende der Blockkonstellation brachten keineswegs das Bessere aus sich hervor, weltweit brechen ethnonationalistische Konflikte aus, die oftmals im Gemetzel wie in Ruanda 1994 enden. Theodor W. Adorno schrieb in den Minima Moralia im Jahre 1944: »Millionen Juden sind ermordet worden, und das soll ein Zwischenspiel sein und nicht die Katastrophe selbst. Worauf wartet diese Kultur eigentlich noch?« Dass diese Kultur immer noch zu warten scheint, wirft einen Blick auf die Katastrophe in Permanenz, lässt die Ahnung deutlich werden, dass das Grauen nicht verging, weil sich die Gesellschaft im Wesentlichen nicht veränderte. Der Reichtum der kapitalistischen Zentren ist auf Ausbeutung und Vernichtung errichtet, die Gegenwart schleppt die Effekte vergangener Grausamkeiten in Form des akkumulierten Kapitals mit sich. »Wird da verziehen, wo Missetat besteht?«, wird in Shakespeares Hamlet gefragt und negativ beantwortet. Verzeihen wäre möglich, wenn die andauernde Missetat aus der Welt geschafft wäre.
Die Phänomene der Vergangenheit und Gegenwart lassen jeden denkenden und fühlenden Menschen sprachlos werden. Sprachlos vor ihrer Dimension, vor der geballten Herrschaft und dem konzentrierten Sadismus. Sprachlos aber auch, weil zum Sprechen es, neben dem intakten Körper, Luft zum Atmen und Zeit zum Denken braucht. Der theoretischen wie praktischen Kritik werden die Grundlagen in dem Maße entzogen, wie das Kapital die Subjekte in den ökonomischen Zentren nur noch unter den Bedingungen der puren Selbsterhaltung und der tendenziellen Überflüssigkeit für die Verwertung setzt. Unter Überflüssigkeit wird die absolute Ersetzbarkeit eines jeden Einzelnen im Produktionsprozess verstanden, die Nichtigkeit eines jeden für das Ganze. In Zeiten der entfesselten Konkurrenz unter den Lohnabhängigen und des gesteigerten künstlichen Mangels unter den Bedingungen der Krise, ist die Überflüssigkeit des Einzelsubjekts keine abstrakte Kategorie, sondern das praktische Weltverhältnis, welches frei flutende Angst zur Folge hat. Denn die Wahrheit übers Subjekt erweist sich in der Peripherie, in der Menschen, welche weder als Produzenten noch Konsumenten in Frage kommen, krepieren müssen. Tendenzielle Überflüssigkeit und allgemeine Todgeweihtheit gehören heute zusammen. Die Gesellschaft heute hat zwar nicht die Arbeit, wohl aber die Menschen überflüssig gemacht. Deswegen muss in den Zentren ein jeder sich wie verrückt abstrampeln, damit er oder sie noch dazugehört, einfache Integration reicht nicht auf der Ebene der erweiterten Reproduktion. Das keep smiling muss überzeugen – und nicht zuletzt einen selbst. Die Angst vor dem eigenen Herausfallen aus der gesellschaftlichen Maschinerie setzt eine nicht enden wollende Reihe an gesellschaftlichen Initiationsriten in Kraft. Allein die Gnade des Systems für seine Getreuen lässt diese, auf Probezeit, am Leben. Der Geist, das Denken und die Kritik, der sich durch die Herrschaft der geistigen über die körperliche Arbeit aus dem natürlichen Gemeinwesen partiell hat emanzipieren können, wird unter diesen prekären Bedingungen der Selbsterhaltung untergeordnet, verliert seine Bestimmung als spezifisch Geistiges. Wenn das Denken permanent seine Nützlichkeit und praktische Verwertbarkeit beweisen muss, wird es selbst relativ und austauschbar. Dass Kritik nicht an der Universität sich entfalten kann, verwundert kaum. Doch das Changieren der Kopfarbeitenden zwischen Schweigen und Geschwätz beschämt. Was wäre die Sprache, die Grammatik der Kritik? Wie sprechen, auch für die, die nicht sprechen können, weil ihnen buchstäblich das Fressen, was nicht nur vor der Moral, sondern auch vor der Kritik kommt, fehlt? Das Ringen mit der Sprachlosigkeit und um die Sprache der Kritik erweist sich heute als Kampf um die Voraussetzungen der Kritik wie der Gegenstand der Kritik der Kampf um die Voraussetzungen der menschlichen Gattung geworden ist.
Tags: Dialektik der Aufklärung, Einfuehrendes, Geschichtsphilosophie, kritische Theorie, Martin Mettin, Nina Rabuza, Reihe Nackte Gewalt Berlin 2013
von Neoprene am Samstag, 15. Juni 2013 20:26
WORUM GING ES BEI DEN PROTESTEN DES 17. JUNI 1953?
Was auch immer am 16. und 17. Juni 1953 in der DDR tatsächlich losgewesen sein mag, eins ist damals ganz gewiß nicht passiert. Daß da „unsere” von Moskau und Pankow geknechteten „Schwestern und Brüder” eine spontane Demonstration für ihre „Befreiung” durch NATO-Panzer und -Raketen von der „russischen Fremdherrschaft” angezettelt hätten, das ist ein Gerücht der westlich-freiheitlichen und deutsch-nationalen Feindbildpflege und sonst nichts.
Die Sache mit der Normenerhöhung
Die Lieblingskinder freiheitlich-westdeutscher Legendenbildung um den 17. Juni sind die Ostberliner Bauarbeiter, die mit ihren Streiks und Protestkundgebungen gegen die Heraufsetzung der für die Lohnabrechnung maßgeblichen Normalleistung den eintägigen Aufruhr ausgelöst haben. Genau dieselben Machthaber des Westens, denen die eigenen „Arbeitsplatzbesitzer” nie genug leisten, nie wenig genug verdienen, nie anspruchslos und dankbar genug sein können, geilen sich da an dem bißchen proletarischen Materialismus auf, mit dem einige -zigtausend Arbeiter dem „sozialistischen Aufbau”-Programm ihrer Staatspartei in die Quere gekommen sind. Und einzig und allein deswegen begeistern diese Herrschaften sich daran: weil damit die Schwierigkeiten, die sie ihrem Feindstaat im Osten bereitet haben, noch zusätzlich gewachsen sind. Eine hundsgemein berechnende Sympathie! Dabei haben die Machthaber in den kapitalistischen Demokratien des Westens ihren volksdemokratischen Kollegen im Osten ausgerechnet den einen „Vorteil” voraus: Im „realen Sozialismus” muß die Staatsführung ihre Leute immerzu moralisch anquatschen und agitieren, damit die bei angeordneten Normerhöhungen mitziehen, sich mehr Leistung für weniger Lohn abknöpfen lassen; und wo die Staatsgewalt diesen „Fortschritt” mit Zwangsmitteln durchsetzen will, ist für die Betroffenen gleich alles klar. Hierzulande brauchen die verantwortlichen Staatsmänner „bloß” ihrer wichtigeren gesellschaftlichen Klasse ihr Eigentum zu schützen und zu fördern – dann setzt die mit ihrer gesetzlich geschützten Freiheit alle Leistungssteigerungen und Lohnsenkungen per Preissteigerung und „Arbeitsplatz”-Gestaltung als „Sachgesetz” in die Welt; und die Arbeiter haben die heiße Wahl, sich dem Diktat ihrer Firma zu fügen oder ‚rauszufliegen. Deswegen haben die Ostberliner Bauarbeiter ihren regierenden „Sozialisten” auch im Nu die Zurücknahme der Normerhöhung abgetrotzt. Im freien Westen hat derweil die freie Marktwirtschaft Normerhöhungen und Preissteigerungen zum alltäglichen Normalfall gemacht und so ein „Wirtschaftswunder” zustandegebracht!
Die Sache mit der Freiheit
Nationalistisch genug waren sie schon, die streikenden Arbeiter und die Demonstranten in der DDR, um ihren Protest in nichts als eine Demonstration ihres ohnmächtigen Nationalismus einmünden zu lassen – der RIAS aus Westberlin lieferte dafür die Parolen. Den Grund ihrer wenig schönen Lage: den Widerspruch zwischen dem Programm, eine respektable Staatsgewalt aufzumachen, und der Wohlfahrt der Untertanen, ließen sie sich in die Vorstellung übersetzen, sie hätten die falsche Hälfte, das weniger ehrenwerte Staatsgewaltprogramm und die verkehrten Herren erwischt. (Schließlich mußten sie sich im Osten auf neue Verhältnisse und andere Macher einrichten als im „tausendjährigen Reich” – das blieb den Volksgenossen im befreiten Westen so ziemlich erspart …!) „Der Spitzbart (= Walter Ulbricht) muß weg!” war nie als Kritik der Herrschaft gemeint, sondern nur die Parole des patriotischen Wahns, eine bessere Herrschaft würde ihrem Menschenmaterial nützen – wo sie es doch bloß besser benützt! Und diesen untertänigen Wunsch nach besseren Herren ließen die unzufriedenen Ostdeutschen sich gleich auch noch in den Wunsch nach der Methode übersetzen, mit der die demokratische Herrschaft ihre Untertanen auf Gehorsam verpflichtet: „Freie Wahlen!” – Inbegriff eines Herrschaftssystems, wo die Ermächtigung durch die Untertanen jede Rücksichtnahme auf ihre Interessen ersetzt, ja verbietet! Und damit hatten die Agitatoren der westlichen Freiheit den kurzen Aufruhr von DDR-Bürgern dort, wo sie ihn haben wollten: in ihrer Sammlung von „Beweisen”, daß die Herrschaft über ganz Deutschland nur dem „System” zusteht, für dessen Wucht die NATO geradesteht – mit Panzern für die „Überzeugungsarbeit” und Atomraketen als bestem „Argument”!
von che2001 am Samstag, 15. Juni 2013 17:33
Nunmehr wird die deutsche Bundesregierung ein Programm zur Aufnahme syrischer Flüchtlinge nach Deutschland einrichten. Auf dieser Webseite der UNHCR
http://www.unhcr.de/unhcr/in-deutschland/aufnahmeprogramm-syrien.html
können Sie aktuelle Informationen zum Aufnahmeprogramm herunterladen. Sie können auch Antworten auf häufig gestellte Fragen finden…
Im Rahmen des Aufnahmeprogramms werden - neben anderen Kriterien - bei der Auswahl auch familiäre Beziehungen in Deutschland...
von che2001 am Samstag, 15. Juni 2013 16:43
Hoffe ich mal.
von che2001 am Samstag, 15. Juni 2013 16:32
Liebe Aktivistinnen und Aktivisten in der Flüchtlingsarbeit,
nach über einem Jahr ist das Anthologieprojekt erfolgreich abgeschlossen
und im Lauf der kommenden Woche wird das Buch "Jetzt bin ich hier", eine
Textsammlung ganz unterschiedlicher Beiträge von Flüchtlingen und
Migrant_innen, aus der Druckerei kommen. Es finden sich in der
Anthologie Kurzgeschichten, Portaits, eine wissenschaftliche Arbeit,
Texte aus einer Schreibwerkstatt mit Erwachsenen und unbegleiteten
Minderjährigen,...
von che2001 am Samstag, 15. Juni 2013 14:22
An
Refugee Tribunal against Germany
"Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis
friedlich und ohne Waffen zu versammeln." MigrantInnen und erst recht
Flüchtlingen kann und wird dies oft genug verweigert. Bei Flüchtlingen
wird das meist mit der sogenannten "Residenzpflicht" begründet, die
einen von den zuständigen Behörden festgelegten Aufenthaltsbereich
vorschreibt.
So geschehen bei den Blockupy Protesten in Frankfurt. Bei der Anreise zu
den...
von che2001 am Samstag, 15. Juni 2013 13:37
Mein teils-autobiografischer Roman geht nach einer durch Einschneidendes in meiner eigenen Biografie bedingten Pause weiter:
Auge in Auge oder der Feind in der Mangel
Die Stimmung ist beiden gründlich verdorben. Hastig machen sie, daß sie aus dem Park kommen, auf dem Weg in Britts nahegelegene Wohnung. "Wer war das?" will Henning wissen. "Und was hat das zu bedeuten, was er da erzählt hat?" "Später!" erwidert Britt knapp. "Laß uns erst nach Hause gehen!"
Als sie dort...
von urmila am Freitag, 14. Juni 2013 15:32
"von unseren Familien finanziell unabhängig und weit weg von der Heimat"
Eine ethnographische Annäherung an Migration, Geschlecht und Familie
erschienen in: Thomas Geisen, Tobias Studer und Erol Yildiz (Hrsg.) (2013), Migration, Familie und soziale Lage - Beiträge zu Bildung, Gender und Care, Wiesbaden: Springer VS, 251-270.
Aus der Einleitung:
"Die Migrationsgeschichte der aus Indien nach Deutschland angeworbenen Krankenschwestern und Schwesternschülerinnen sowie ihrer Familien...
von urmila am Freitag, 14. Juni 2013 13:55
Laut taz bietet der Staat Extra-Regelungen an, um Angestellte katholischer Institutionen vor Kündigung zu schützen:
"Diejenigen Homosexuellen, die bei der katholischen Kirche arbeiten, müssen nun also einen Extraantrag beim Finanzministerium stellen.
Ein Sprecher des Finanzministeriums erklärte, dass die Wahl einer ungünstigeren Steuerklasse durchaus möglich sei – auf einen gesonderten Antrag hin. „Das haben wir extra für solche Fälle eingerichtet“,...
von urmila am Freitag, 14. Juni 2013 13:50
Die taz berichtet über die Folgen der Optionsregelung:
"Seit Anfang des Jahres haben bereits 68 Jugendliche, die ursprünglich mit zwei Pässen aufgewachsen sind, ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren."
und argumentiert weiter:
"Sie trifft vor allem Jugendliche, deren Eltern beide aus der Türkei stammen. Denn Kinder aus binationalen Ehen sowie Kinder von Eltern, die aus EU-Ländern stammen, dürfen ihre ausländische Staatsangehörigkeit behalten. Auch...
von urmila am Freitag, 14. Juni 2013 13:44
Elias Perabo und Martin Glassenapp plädieren in der taz dafür den zivilen Aufbau im durch die Rebellen befreiten Syrien zu fördern (anstatt über Waffenlieferungen zu diskutieren):
"Auch wenn viele syrische Oppositionelle gerne westliche Waffenlieferungen hätten, stehen mindestens ebenso viele in Syrien dem aus gutem Grund skeptisch gegenüber. Einig sind sich aber alle darin, dass eine tatsächliche praktische Unterstützung beim zivilen Aufbau eines neuen Syriens...
von che2001 am Freitag, 14. Juni 2013 07:21
http://erscheinungsraum.de/er004-gezi-park-und-die-proteste-in-der-turkei/
von che2001 am Donnerstag, 13. Juni 2013 21:26
http://www.jungewelt.de/2013/06-13/001.php
von che2001 am Donnerstag, 13. Juni 2013 19:30
Brief und Bitte um Solidarität aus dem türkischen Widerstand
An die Antifaschistinnen und Antifaschisten in Deutschland,
An die Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten,
An die Antiimperialistinnen und Antiimperialisten,
An die Feministinnen,
seit nunmehr mehr als 15 Tagen ist der Widerstand in der Türkei einem enormen Polizeiterror ausgesetzt. Er führt aber nicht zum Zerbrechen der Solidarität des Widerstandes. Die auf systematische Lügen basierende psychologische...
von noreply@blogger.com (AS) am Donnerstag, 13. Juni 2013 15:56
Nachdem der Generalsekretär der libanesischen Hizbullah im Mai offiziell die Teilnahme seiner Miliz an den Kampfhandlungen in Syrien erklärt hatte war es nur eine Frage der Zeit, wann die islamistische Gegenseite ihrerseits den nächsten Schritt zur weiteren Eskalation gehen würde.
Im Rahmen einer Konferenz haben nun mehrere äußerst einflussreiche sunnitische Geistliche offiziell die sunnitischen Muslime zum Jihad in Syrien, sei es mit ihrer "Seele, ihrem Vermögen oder mit der Waffe" aufgerufen. Die Bedeutung dieses Aufrufs kann kaum überbewertet werden. Bei einem der Geistlichen handelt es sich nämlich um den bekannten Yusuf al-Qaradawi, dessen Fernsehsendung "Scharia und Leben" auf Al-Jazeera angeblich bis zu 60 Mio. Menschen erreicht. Neben al-Qaradawi hat sich auch der saudische Geistliche Mohammed Arefe dem Aufruf angeschlossen, der auf seinem Twitter-Kanal stolze 5,2 Mio. Follower vorweisen kann.
Zwar ist in dem Statement in Bezug auf den Jihad (noch) nicht von einer "fard 'ayn" die Rede, was den Jihad tatsächlich (jedenfalls nach Ansicht dieser einflussreichen Geistlichen) zu einer zwingenden Pflicht für jeden Muslim gemacht hätte, benutzt wird aber die kaum weniger starke Formulierung "wujoub al-jihad", was in etwa "Notwendigkeit zum Jihad" bedeutet. Auch werden in dem Aufruf nicht die Schiiten direkt erwähnt, die Rede ist vielmehr von "rawafidh", ein wohlbekannter abwertender Ausdruck für Schiiten.
Noch mögen arabische Staaten es begrüßen, wenn Dschihadi-Salafisten zum Kampf nach Syrien gehen, um dort gegen das Assad-Regime zu kämpfen. Doch auch dieser Krieg wird irgendwann vorbei sein und dann kehren diese kampferprobten, radikalisierten Mudschahidin in ihre Heimatländer zurück, wo sie wieder zum Problem für die dortige Ordnung werden.
Es ist das gleiche Problem wie zur Zeit des Afghanistankrieges 1979 - 1989. Die Regierungen vieler arabischer Länder waren froh darüber und unterstützten es, dass die Fundamentalisten das Land verließen, um gegen den "kommunistischen Feind" in Afghanistan zu kämpfen. So wurden sie selbst einen radikalen Teil der Bevölkerung los und konnten gleichzeitig ihren außenpolitischen Einfluss erweitern. Waren jedoch die Sowjets wieder abgezogen, kehrten auch die "afghanischen Araber" in ihre jeweiligen Heimatländer zurück und begannen den bewaffneten Kampf gegen den Staat.
Wir werden heute Zeuge wie Schiiten als auch Sunniten aus verschiedenen muslimischen Ländern zum Dschihad nach Syrien gehen und wie sich dieser Konflikt zu einem Flächenbrand entwickelt. Auf der Strecke bleibt die syrische Bevölkerung, die kaum ein Interesse daran hat, dass das Land zum Schauplatz eines blutigen Krieges der Konfessionen wird.
von Administrator am Donnerstag, 13. Juni 2013 15:12
von Administrator am Donnerstag, 13. Juni 2013 14:56
Die iranische Nachrichtenagentur FARS, die den Revolutionswächtern (Pasdaran) nahesteht, hat jetzt die Wahlergebnisse zu den am 14. Juni 2013 stattfindenden Präsidentschaftswahlen vorausgesagt. Demnach werden die drei ersten Plätze von Bagher Qalibaf, Sa‘id Dschalili und Hassan Rouhani belegt, nur die ersten beiden – also Qalibaf und Dschalili – kommen in die zweite Runde. Die Agentur FARS meldete weiter, dass mit einer Wahlbeteiligung von 74 Prozent zu rechnen sei. FARS berief sich dabei auf eine angebliche Befragung von knapp 23.000 Wahlberechtigten in Stadt und Land. Wer die Revolutionswächter kennt, darf vermuten, dass sie selbst dafür sorgen werden, dass ihre Prophezeiung in Erfüllung geht, so, wie dies vor vier Jahren bei Ahmadineschad der Fall war. Selbstverständlich verstehen sich die Pasdaran nicht als Wahlfälscher, sondern als „Ingenieure“ der Wahlen…
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von che2001 am Donnerstag, 13. Juni 2013 09:29
Deutsche Bürokraten hindern 86jährige Überlebende des Bürgerkriegs daran, zu ihrem Sohn nach Deutschland zu kommen.
http://www.ksta.de/bonn/syrien-einreise-fuer-mutter-nicht-moeglich,15189200,23234694.html
von che2001 am Donnerstag, 13. Juni 2013 09:12
https://www.openpetition.de/petition/online/aufschub-fuer-libyen-fluechtlinge-hamburger-moratorium-jetzt-spd-muss-humanitaere-loesung-zulassen
... link ... bearbeiten
von che2001 am Donnerstag, 13. Juni 2013 08:54
Das wär doch mal was! Hamburg als Vorreiter im Kampf gegen all die unheilvollen Gesetze, die die “Festung Europa” mörderisch “absichern”! Und Menschen, die es trotzdem schafften, zur Manövriermasse zwischen Deutschland und Italien machen. Dagegen Avantgarde sein! Yeah!
Wohl nur ein Traum. Aber ein schöner.
Gefunden bei Momo:
http://metalust.wordpress.com/2013/06/12/vom-recht-rechte-zu-haben/
von che2001 am Mittwoch, 12. Juni 2013 17:31
Die Petition hier unterschreiben [deutsch_english]:
https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebung-der-familie-wahafi-ayoubi-no-deportation-of-the-wahafi-ayoubi-family
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Keine Abschiebung der Familie Wahafi/Ayoubi! No deportation of the
Wahafi/Ayoubi family!
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Wir bleiben alle - Bleiberecht überall!
Frau Hanifeh Wahafi (geb. 1986) soll zusammen mit ihren zwei Kindern –
Mahdi Ayoubi (geb. 2004), Fatima Ayoubi (geb. 2006) – und ihrem Ehemann,
Ishaq Ayoubi...
von che2001 am Mittwoch, 12. Juni 2013 15:29
Es mag in den ausufernden Debatten untergegangen sein, wofür das Nobordercamp eigentlich da war - jetzt kommt es darauf an, es wirklich zu tun: Intervention gegen Massenabschiebungen.
http://abschiebestop.blogsport.de
Sammelabschiebung nach Serbien und Mazedonien am Dienstag, den 18.6.1013!
Wieder einmal bricht sich der institutionelle Rassismus in Deutschland Bahn! Am Dienstag werden zum dritten Mal im Jahr 2013 eine große Anzahl
von Menschen vom Düsseldorfer Flughafen aus abgeschoben....
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